7 Tipps gegen Schall von Wärmepumpen

Im Wohnungsumfeld ist jeder Lärmpegel kritisch. Ventilatoren- und Strömungsgeräusche von Wärmepumpenmodellen sollten daher so geräuscharm wie möglich arbeiten und an einem geeigneten Aufstellort ihre Leistung erbringen. Damit die Lautstärke auf einem niedrigen Niveau gehalten wird, stellt SHK INFO die Frage: Wie leise ist zu laut und mit welchen Maßnahmen lässt sich der Wärmepumpenschall möglichst gering halten? Wir klären auf.

Der SHK INFO Schnellleitfaden zur Orientierung

Beim Kauf eines Wärmepumpenmoduls sollten Verbraucher dem Thema Schall besondere Aufmerksamkeit widmen. Moderne Systeme erreichen den maximal vorgegebenen Wert von 55 Dezibel ohne zusätzliche Maßnahmen. In den meisten Fällen lässt sich der Lautstärkepegel alleine durch einen geeigneten Aufstellort ausreichend verringern. Ein Grenzabstand von drei Metern zum Nachbargrundstück ist empfehlenswert, sollte dies aus baulichen Gründen nicht möglich sein, helfen Schallschutzoptimierungen den Geräuschpegel auf ein Minimum zu reduzieren. Schon bei der Planung einer Wärmepumpenanlage lohnt es sich, modellabhängige Schallleistungs- und Schalldruckpegel zu beachten. Eine gute Orientierung liefert der Schallrechner, seine Ergebnisse dienen als hilfreiche Grundlage für die Planung. Mit seiner Unterstützung können Eigenheimbesitzer die Lärmemissionen von Wärmepumpenanlagen mit einer maximalen Heizleistung von 35 Kilowatt errechnen. Neben dem nötigen Abstand zu schutzbedürftigen Räumen berechnet der Schallrechner auch die Emissionsangaben.

Tipp1: Geräteauswahl mit einem geringen Schallleistungspegel

Leise Wärmepumpenmodelle sind an ihrem geringen Schallleistungspegel von weniger als 50 Dezibel erkennbar. Dieser Wert wird mit aktueller Technik erreicht, sollte jedoch möglichst wenig tieffrequente Anteile in der Geräuschakustik aufweisen. Zudem sollten keine Töne wie Pfeifen oder Brummen hervortreten. In ausschließlichen Wohngebieten beträgt der Lärmgrenzwert bei Nacht 35 und bei Tag 55 Dezibel.

Tipp2: Keine tonhaltigen Geräusche

Wärmepumpengeräusche werden in bestimmte Frequenzgruppen eingeteilt. Je höher die Frequenz, desto deutlicher ragt ein Ton aus diesem Spektrum heraus. Hier spricht man von einem tonhaltigen Geräusch. Wärmepumpenanlagen weisen grundsätzlich drei Dezibel Tonhaltigkeit auf, wobei die Ermittlung des Beurteilungspegels nach TA Lärm zu bewerten ist. Eine passende Wärmepumpenanlage sollte daher weder schrille Pfeiftöne noch extrem tiefe Geräusche von sich geben.

Tipp 3: Aufstellort der Wärmepumpe

Der optimale Aufstellort von Wärmpumpenmodulen berücksichtigt optische Aspekte, eine ausreichende Luftversorgung, geringe Lärmbelästigung sowie ausreichend Abstand zu Gebäuden. Neben dem Schallschutz kommt es vor allem darauf an, Kurzschlüsse zwischen der Fort- und Außenluft zu vermeiden. Ob Split- oder Monoblock-Wärmepumpen – der passende Aufstellort bleibt dem Eigentümer überlassen, solange eine problemlose Luftversorgung gewährleistet ist und die Geräuschentwicklung 55 Dezibel nicht übersteigt. Ungünstig ist die Installation zwischen Mauern, da sich der Schall hier verstärkt. Rasenflächen hingegen wirken schalldämpfend und eignen sich gut zur Aufstellung.

Tipp 4: Schallabsorbierende Oberflächen

Ist die Wärmepumpenanlage noch immer zu laut, lässt sich durch den Einsatz von schallabsorbierenden Materialien die Lautstärke um bis zu 10 Dezibel reduzieren. Vlies oder Schaumstoff als Auskleidung für die Umgebungsflächen sollen die Reflexionen unterbinden und die Akustik weitgehend eindämmen.

Tipp 5: Körperschallentkopplung der Wärmepumpe

Damit das Wärmepumpenmodul in aktiven Funktionszeiten keinen Schall weitertransportieren kann, sollte bei der Installation schwingungsentkoppelnde Verdichtungsgrundplatten zum Einsatz kommen. Auf diese Weise kann der Schall des Verdichters nach außen auf ein Minimum reduziert werden. Die größte Schallentwicklung entwickelt sich in Richtung der Ausblasseite, daher ist es ratsam, zwischen Wärmepumpengerät und Heizverteilsystem sogenannte Doppelbalg-Gummikompensatoren einzufügen.

Tipp 6: Abschirmung oder Einkofferung der Wärmepumpe

Wie hoch der Geräuschpegel einzelner Wärmepumpenanlagen ist, hängt unter anderem von dem Abstand zu angrenzenden Gebäuden ab und der Leistungszahl. Menschen nehmen Geräusche bereits ab 20 Herz wahr, weshalb die tiefen Töne eines Wärmepumpenmoduls, der sogenannte tieffrequente Schall, als störend empfunden wird. Eine entsprechende Ummantelung des Gerätes, eine vertikale Befestigung oder elastisch dämpfende Aufstellung verringert den ausgehenden Schall des Kompressors, auch Verdichter genannt. Eine Schallabschirmung für den Ventilator dient dem zusätzlichen Lärmschutz.

Tipp 7: Betrieb der Wärmepumpe

Als Hauptlärmquelle einer Wärmepumpe gilt der Ventilator. Er saugt die Luft mit Unterdruck an und gibt diese nach vorne wieder ab. Daher sollte der Standort sorgfältig gewählt werden. Störungen durch Betriebsgeräusche im persönlichen Lebensbereich sind wesentlich geringer, wenn es keine direkte Sichtverbindung zu Fenstern von benachbarten oder eigenen Wohnräumen gibt. Tipp: Montieren Sie eine Wärmepumpenanlage nicht direkt unter Schlafzimmer- oder Küchenfenstern und vermeiden Sie die Installation an Wänden und harten Flächen. Hier wird die Schallkulisse sofort reflektiert und somit die Lautstärke der Betriebsgeräusche verstärkt.

Ideale Lösung

Eine Aufstellung der Wärmepumpe im Gebäude ist die leiseste Funktionsvariante. In diesem Fall ist auf die Unterbrechung der Körperschallübertragung mithilfe von flexiblen Leitungsanbindungen zu achten. Strömungsgeräusche an den Luftaus- und -eintritten können mit dafür vorgesehenen Schalldämpfern gut reduziert werden.

Die 4 teuren Fehler bei einer Wärmepumpe

Die 4 teuren Fehler einer Wärmepumpe

Bei der Planung, Dimensionierung und Auslegung eines Wärmepumpensystems sind mehrere Faktoren zu berücksichtigen, damit die Heizungsanlage wirtschaftlich effizient und mit der passenden Wohlfühltemperatur arbeitet. Um Fehler in der Anschaffung und Installation zu vermeiden, sollten Interessenten sowohl bauliche als auch energetische Argumente prüfen. Warum die Wärmepumpengröße, Systemtemperaturen, Installationsqualität und Auslegung des Warmwasseranteils eine wichtige Rolle spielen? Hier lesen Sie die Antworten.

Fehler 1: Falsche Dimensionierung, Planung, Auslegung

Für den effizienten Wärmpumpenbetrieb muss der Energiebedarf berechnet, die Hydraulik auf die Trinkwassererwärmung abgestimmt und der Bivalenzpunkt bestimmt werden. Die Schlüsseltechnologie der Zukunft kann mit regenerativ erzeugtem Strom betrieben werden und steht wie kaum ein anderes Heizsystem für energiesparendes und umweltschonendes Heizen. Die Anlage arbeitet mit einer Leistungszahl zwischen drei und fünf, jedoch weitgehend CO2-neutral. Damit die Anlage immer eine ausreichende Energiemenge speichern kann, muss man bei der Planung das Mindestanlagenvolumen berücksichtigen. Dieser Energieanteil wird in aktivierten Bauteilen wie einer Flächenheizung oder in Anlagenkomponenten (Heizkörpern) sowie in der Wassermenge der Heizungsanlage gespeichert. Jede Anlage benötigt ein speziell auf die Wohnfläche abgestimmtes und zirkulierendes Mindestwasservolumen. Da die Anforderungen für Heizsysteme und Wärmpumpeninstallationen stark variieren, wird das Mindestwasservolumen nicht in Litern angegeben, sondern nach erfüllten Bedingungen bewertet. So spielt die Anzahl der Heizkörper eine wesentliche Rolle oder die Einbindung eines Mischers und Pufferspeichers.

Energiebedarf ermitteln

Heizung

Nur ein Grad mehr Wohntemperatur verursacht im laufenden Wärmepumpenbetrieb etwa vier Prozent höhere Energiekosten. Eine korrekte Dimensionierung der Heizlast wird nach DIN EN 12 831 errechnet. Im Neubau erfolgt die Berechnung über die zu beheizende Fläche und den individuellen Wärmebedarf, ebenso wird die Wärmedämmung nach KfW-Standard berücksichtigt.

Warmwasser

Für die Trinkwassererwärmung wird ein Energiebedarf von 0,2 kW pro Person errechnet, basierend auf der Annahme, dass eine Person täglich zwischen 80 und 100 Liter Warmwasser mit einer durchschnittlichen Temperatur von 45 °C verbraucht. Je nach Isolierungsqualität und Leitungslänge kann sich die Heizlast für die Warmwasseraufbereitung in den Zirkulationsleitungen erheblich erhöhen. Auf der Nutzfläche findet die Verteilung innerhalb der thermischen Hülle statt, wobei der flächenbezogene Wärmeverlust nach dem Gebäudeenergiegesetz, kurz GEG, berechnet wird.

Fehler 2: Systemtemperaturen zu hoch eingestellt

Von einer niedrigen Vorlauftemperatur profitieren Wärmepumpen am meisten. Sie müssen die Temperatur aus Luft, Grundwasser und Erdreich nur mehr um wenige Grade erhöhen. Dafür benötigen die Module wenig Energie, sind jedoch in ihrer Effizienz zusätzlich von der Gebäudedämmung und Außentemperatur abhängig. Das Heizungswasser gibt auf dem Weg durch das Heizsystem Wärme ab, bis es in den Bereich der Wärmeerzeugung zurückströmt (Rücklauftemperatur). Die Differenz zur Vorlauftemperatur wird als Spreizung bezeichnet und sollte beim Heizungsbetrieb durch Wärmepumpen möglichst gering sein.

Hydraulischer Abgleich

Ein hydraulischer Abgleich des Fachmanns garantiert die optimale Funktionsweise aller verfügbaren Heizkörper, unabhängig davon, wo sich diese im Haus befinden. Auf diese Weise wird jeder Raum mit demselben Energieaufwand beheizt und Energie eingespart. Da Wärmepumpensystem bei niedrigen Vorlauftemperaturen von 55 °C besonders effizient arbeiten, ist eine Kombination aus Fußbodenheizung und Wärmepumpe ideal. Beim hydraulischen Abgleich wird zudem überprüft, ob die Heizungspumpe korrekt dimensioniert ist. Besteht eine Überdimensionierung, wird der Druck zu groß und es entstehen Geräusche an den Ventilen.

Fehler 3: Installationsqualität & Inbetriebnahme

Als umweltfreundliche Alternative zu Kesselanlagen nehmen Wärmepumpenmodule einen wichtigen Stellenwert ein, müssen jedoch anders als herkömmliche fossile Brennstoffsysteme betrieben werden. Idealerweise beträgt die Rücklauftemperatur unter 55 °C und die Wärmeverteilung passiert mit einem höheren Durchfluss. Je optimaler das Wärmepumpenkonzept konstruiert wurde, desto weniger Geräusche macht die Anlage. Stimmt die Installationsqualität, sind Ventile und Rohre korrekt ausgelegt, große genug und bewältigen den erhöhten Durchfluss innerhalb des Systems.

Sperrzeiten von Energieversorgern berücksichtigen

Energieversorger fördern die Nutzung von Wärmepumpen und bieten spezielle Stromtarife. Im Gegenzug verhängen diese Sperrzeiten für den Wärmepumpenbetrieb, um das Energienetz in Zeiten von Leistungsspitzen zu entlasten. Werden Wärmepumpenmodule monoenergetisch und monovalent betrieben, muss die Wärmepumpe größer dimensioniert werden, damit trotz Sperrzeiten der erforderliche Tageswärmebedarf zu decken ist. In der Praxis bewährt sich bei zwei Stunden Sperrzeit eine Überdimensionierung von fünf Prozent, bei sechs Stunden sind 15 Prozent empfehlenswert.

Fehler 4: Die Auslegung des Warmwasseranteils

Sinkt der Wärmebedarf eines Hauses, wird der energetische Anteil für die Aufbereitung des Warmwassers immer wichtiger. Zwar spielt der Warmwasseranteil bei schlecht gedämmten Häusern lediglich eine untergeordnete Rolle, doch je effizienter die Außenhülle, desto höher der Anteil für die Warmwasserbereitung. Mit einem Anteil von rund einem Drittel fällt dieser meist deutlich höher aus als notwendig. Idealerweise sollte dieser Wert laut VDI 4650 bei 18 Prozent des Jahresverbrauchs liegen. Bei einem größeren Mehrpersonenhaushalt oder einer geringeren Norm-Heizlast kann dieser Anteil steigen.

Effizienz einer Wärmepumpe

Wirkungsgrad Wärmepumpe – eine Glanzleistung an Effizienz

Klimafreundliche Wärmepumpen finden in jeder Wetterlage genau das richtige Maß an Energieaufwand. Damit Bewohner in den eigenen vier Wänden eine konstant angenehme Temperatur vorfinden, aber Überraschungen bei der Energierechnung ausbleiben, lohnt sich der Blick in das technische Datenblatt. Die Effizienz von Wärmepumpenmodulen wird in drei wesentliche Parameter unterteilt. Um die Energie weitgehend sauber, preiswert und obendrein komfortabel in das Heizsystem zu integrieren, liefern COP, JAZ und SCOP wertvolle Hinweise, welchen Wirkungsgrad die Wärmepumpe unter bestimmten Bedingungen erzielen kann. Doch was bedeuten diese Abkürzungen genau?

Begriffe und Definition

Wer sich für die Funktionsweise einer Wärmepumpenkonstruktion interessiert, kommt an der sogenannten Jahresarbeitszahl, kurz JAZ, sowie der Leistungszahl COP nicht vorbei. Doch was verbirgt sich hinter den Begriffen und was sagen diese über die Effizienz und Leistungsfähigkeit einer Wärmepumpe aus? Die Leistungszahl, der Coefficient of Performance (COP), und die Jahresarbeitszahl (JAZ) definieren die Leistungsfähigkeit einer Wärmepumpe. Wichtig ist das Verhältnis zwischen der benötigten Arbeitsenergie und der erzeugten Wärme. Ergänzende Daten liefert der Seasonal Coefficient of Performance (SCOP).

Was ist der COP-Wert?

Dieser Standardwert wird unter Laborbedingungen ermittelt und erlaubt Rückschlüsse auf die Wärmepumpenkonstruktion, nicht aber auf das angeschlossene Heizsystem. Der COP als Leistungszahl drückt die gemessene Effizienz bei einem bestimmten Betriebszustand aus und setzt sich aus einem Stromanteil und der gewonnenen Umweltwärme zusammen. Je nach Art des Wärmepumpenmoduls kann dieser zusätzliche Wärmegewinn aus dem Erdreich (Sole-Wasser-Wärmepumpen) oder der Umgebungsluft (Luft-Wasser-Wärmepumpen) entstehen.

Welche Informationen liefert der SCOP-Wert?

Beim SCOP handelt es sich um den COP in Relation zur Außentemperatur. Somit hält der saisonale SCOP für Interessenten immer genauere Daten bereit als der COP. Auch dieser Wert wird im Labor gemessen und wird im Teillastbereich ermittelt. Mehrere Prüfpunkte mit unterschiedlichen Luft- und Wassertemperaturen liefern das Datenmaterial. Der SCOP wird besser, je wärmer das Medium (Erdreich, Luft) ist, aus dem Wärme gewonnen wird. Umgekehrt ist die Situation bei der Wärmeabgabe, denn je höher hier die erzeugte Wärmetemperatur ausfällt, desto tiefer ist der COP. Ideal wäre also eine hohe Erdreich- oder Lufttemperatur und eine vergleichsweise tiefe Temperatur bei der Abgabe der Wärme.

Was bedeutet JAZ?

Die Jahresarbeitszahl gilt als effektive Leistungszahl und zwar im 365-Tage-Durchschnitt und im realen Betrieb. Sie gibt das Verhältnis von erzeugter Wärme zu eingesetzter Energie einer Heizanlage an und kann erst nach rund einem Jahr bestimmt werden. Voraussetzung dafür ist der ordentliche Betrieb zur praxisnahen Datengewinnung.

Wann ist ein Wärmepumpensystem förderfähig?

Über die JAZ lässt sich die Effizienz eines Wärmepumpenmodells feststellen. Diese wird für ein Gebäude auf individueller Basis als auch für eine bestimmte Heizanlage ermittelt. Damit eine Anlage den Förderrichtlinien entspricht, ist eine minimale Jahresarbeitszahl von 3,5 bis 3,8 erforderlich. Förderungen gibt es nur für einzelne Maßnahmen in einem Bestandsgebäude.

Beispiel: Beträgt die Jahresarbeitszahl einem Wert von 5, bedeutet dies, dass die Heizungsanlage 5 kWh Wärme bereitstellen kann und dabei lediglich 1 kWh elektrische Energie verbraucht.

Wie wird die JAZ berechnet?

Für die Berechnung gibt es folgende Formel:

 JAZ = Qab / Qzu

Dabei entspricht die Größe „Qab“ der abgegebenen thermischen Energie und „Qzu“ der elektrischen Energie bei Zuführung. Das bedeutet, die Jahresarbeitszahl wird anhand der jährlich erzeugten Wärmeenergie geteilt durch den Verbrauch des Jahresheizstroms errechnet.

Was sagt die Jahresarbeitszahl über Effizienz aus?

Die Voraussetzung für eine hohe JAZ wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst. Vorhandene Dämmungen sowie das individuelle Heizverhalten verändern die Jahresarbeitszahl eines Wärmepumpemoduls. Wichtige Parameter für eine optimale JAZ sind:

Vorlauftemperatur: Temperaturunterschiede zwischen dem Heizsystem und der Wärmequelle sollten möglichst gering ausfallen. Zusätzlich unterstützt ein großflächiges Heizverteilsystem (Fußboden- oder Wandheizung) die effiziente Nutzung der Wärme.

Wärmequelle: In der Anschaffung sind Wasser- oder Erdwärmepumpen zwar kostenintensiver als Luftwärmepumpen, doch dafür nutzen sie Energiequellen wie Grundwasser und Erde, die das gesamte Jahr über eine konstante Temperatur haben.

Klima: Luft-Wasser-Wärmpumpen verwenden Außenluft als Energiequelle. Je nach Jahreszeit und kälteren Klimazonen kann dieser Temperaturunterschied die JAZ der Anlage verringern. In wärmeren Gegenden hingegen ist das vorteilhaft.

Dämmung: Je nachhaltiger und besser die Dämmeigenschaften von Gebäuden sind, desto niedriger ist der Wärmebedarf.

Persönlicher Wärmebedarf: Jeder Mensch hat seine eigene Wohlfühltemperatur. Liegt diese höher, steigt der Heizbedarf. Wichtig ist das regelmäßige Lüften.

Steuerung der Wärmepumpe per Smartphone

Wärmpumpe vernetzen – Steuerung per Smartphone

Wärmepumpen können viel mehr als nur heizen. Sie bieten wesentliche Vorteile und sind eine smarte Kombination zu Heizung und Steuerung. Die wibutler-App ermöglicht es, die Nutzung umfangreicher Funktionen intuitiv und einfach einzustellen. Neben der Steuerung von Warmwasseraufbereitung, Kühlung und Heizung besteht die Möglichkeit, individuelle Temperaturen und Zeitprogramme in der Applikation zu hinterlegen. Mit nur wenigen Fingertipps erlaubt das Programm ein Anlernen unterschiedlicher Features, Szenarien und Modi. Auf diese Weise kann der Energieverbrauch vorübergehend angepasst werden und der Wärmebedarf reduziert sich automatisch, ohne auf Komfort zu verzichten. Temporäre Anpassungen auf die Wunschtemperatur sind von jedem Ort aus möglich und vollständig standortunabhängig einstellbar. Voraussetzung dafür ist lediglich eine aufrechte Internetverbindung und eine kompatible App zum verwendeten Wärmepumpenregler.

Bedienung des Wärmepumpensensors per wibutler

• für iOS und Android verfügbar
• komfortable Einstellungen für Heizung und Wärmepumpe
• simple Bedienung des Wärmepumpenreglers
• übersichtliches Dashboard der Wärmepumpeninformation
• individuelle Funktionseinstellungen
• Aktivierung von Urlaubsmodus oder Stand-by

Was hinter der App steckt

Gesteuert wird die Wärmepumpe von dem wibutler-Manager. Dieser überwacht den Kältekreis und regelt bei der Heizung sowie Kühlung die Zu- als auch Abschaltung und Warmwasserbereitung. Über den Referenzraumregler ermittelt der Sensor die tatsächliche Raumtemperatur und gleicht den Wert automatisch mit der gewünschten Soll-Temperatur ab. Zeitgleich erfolgt die Meldung an den Wärmepumpenmanager, der sofort die Leistung der Wärmepumpe entsprechend anpasst. Das smarte Tool bietet alles, was man für eine komfortable Bedienung und den ökonomischen Heizungsbetrieb benötigt.

Einfache Steuerung für höchste Effizienz

Unterschiedliche Technologien steuern umweltbewusst und energieeffizient Kühlung, Heizung und Belüftung im Haus. Je optimaler Geräte miteinander kommunizieren, desto effizienter lassen sich bewusst verknüpfte Synergien nutzen. Basierend auf der permanenten Konsequenz Werte als auch Heizvolumen zu vergleichen, können Haushalte erhebliche Einsparungen erzielen. Regenerativ erzeugte Energie aus Wind und Sonne schwankt zwar, doch mit moderner Hardware und intelligenter Software, die gemeinsam clever agieren, kann zum Beispiel über eine Fotovoltaikanlage permanent genügend Strom erzeugt werden, um die Heizanforderungen zu erfüllen und etwa das Duschwasser auf die richtige Temperatur zu bringen.

Schnelle Installation – sofort Heizkosten sparen

Ob Arbeitsalltag oder Freizeit – bei der Rückkehr ins Eigenheim wartet ein wohlig warmes Zuhause. Vom angenehm heißen Bad über das Kuschelsofa im Wohnzimmer – warmes Wasser oder die gewünschte Zimmertemperatur sind immer am Punkt, ohne den ganzen Tag mit voller Leistung zu arbeiten. Mit den richtigen Einstellungen zu den Tagesabläufen und wöchentlichen Routinen lassen sich bis zu 30 Prozent der Heizkosten sparen. Die individuelle Regelung der Wärmepumpe macht es möglich.

Steuerung & Kommunikation perfekt abgestimmt

Herzstück der smarten Kontrolleinrichtung ist die Steuereinheit in den eigenen vier Wänden und ein zentrales Gateway (Funkeinheit). Raum- und Gerätesensoren gibt es neben dem Wärmepumpenregler auch für Heizkörper, Fußbodenheizung und andere mit der Heizung verbundene Temperaturreglungsmaßnahmen. Das Regelungssystem ist optimal auf die Rahmenbedingungen als auch die Gewohnheiten der Bewohner abgestimmt. So arbeitet die Wärmepumpe nur dann auf dem erforderlichen Temperaturniveau, wenn im Haushalt lebende Personen tatsächlich zu Hause sind und fährt sofort das Gradlevel nach unten, sobald die Familie den Wohnort in Richtung Schule und Beruf verlassen hat. Um rasch und unkompliziert auf individuelle Bedürfnisse oder Änderungen im Tagesablauf reagieren zu können, sind Eingriffe über das Smartphone jederzeit möglich. Ob externe Faktoren wie Witterung, stärkere Frühlingssonne oder das Feuer im Kamin – per wibutler-App kann man völlig flexibel und mobil auf Wetteränderungen und Wünsche der einzelnen Familienmitglieder reagieren.

Lokale Datenspeicherung

Sämtliche Passwörter, Zugangsdaten sowie alle erhobenen Daten werden ausschließlich direkt im Zuhause des Anwenders gespeichert. Das System nutzt dafür die Kontrollbox der wibutler-Smarthome-Anlage. Jeder einzelne Bedienungsschritt erfolgt über eine gesicherte und verschlüsselte Verbindung. Für die intelligente Steuerung des Wärmepumpenreglers greift das Tool nur auf intern verfügbare Speichermodule zurück, womit eine ungewollte Datensammlung durch Dritte ausgeschlossen ist.

Wärmpumpenregler als Teil der wibutler-Smarthome-Technologie

Digital vernetzte Haustechnik reguliert automatisch verschiedene Sensoren, die per wibutler-App individuelle Steuerungsmechanismen bereitstellt. Die ortsunabhängige Bedienung des Wärmepumpenreglers erlaubt Bewohnern auch außer Haus die Kontrolle der Temperatur. Statusupdates und Energieanzeigen sind Teil des Kontrollzentrums, indem Familien die Heizung, Lüftung oder Klimaanlage bequem per Telefon einstellen. Mit einem Wärmepumpenelement können bereits rund 75 Prozent des Energiebedarfs für Warmwasser und Heizen abgedeckt werden. Durch die Nutzung von Umweltenergie wie Solarstrom kann der Anteil von 25 Prozent regenerativ erzeugt werden. Damit erreichen Konsumenten eine Unabhängigkeit von Energieversorgern mit bis zu 70 Prozent. Kombiniert man gut gedämmte Gebäudehüllen, Warmwasserspeicher und Pufferspeicher steigert sich die Wärmepumpeneffizienz noch mehr.

Cleveres Energiemanagement mit wibutler

Die wibutler-Technologie erlaubt Geräteintegrationen von zahlreichen Top-Marken wie Viessmann, WOLF, Busch-Jaeger und BEGA. Intelligentes Energiemanagement macht Immobilien fit für den Klimaschutz und bietet ein optimales Fundament für die bevorstehende Energiewende. Dies steigert langfristig deren Wert und trotzdem bleiben Bewohner durch die bequeme Einzelsteuerung maximal flexibel. Mit wibutler erreichen Nutzer die niedrigstmögliche und somit kosteneffizienteste Vorlauftemperatur. Sie möchten Ihre Energiezukunft umweltfreundlich gestalten und Ihr Eigenheim perfekt auf die digitalen Herausforderungen vorbereiten? Wenden Sie sich an einen Fachmann in Ihrer Umgebung.

Die 6 häufigsten Störgeräusche der Heizung effektiv beseitigen

Heizung macht Geräusche – Wie lassen sich diese beheben?

Fließgeräusche wie das Durchströmen des Wassers sind ganz normal bei einer Heizung. Doch manches Mal scheint dank Klopfen und Blubbern ein Geist im Haus zu wohnen. Folglich stören diese Geräusche der Heizungsanlage den Bewohner bei seiner alltäglichen Arbeit daheim oder besonderen Entspannungsphase auf der Couch. Und auch nachts wartet dann wohl eher ein unzureichender Schlaf. Nun gilt es diese Störgeräusche schnellstmöglich wieder loszuwerden. Und dies ist einfacher als man denken mag.

Wenn die Heizung Geräusche macht

Störgeräusche in und rundum die Heizungsanlage rauben einem mit der Zeit die Nerven. Das Gefühl des entspannten Wohnens wird dadurch schnell zerstört, der Wohnkomfort tatsächlich gemindert. Dies kann sich auf verschiedene Weisen auf den Menschen auswirken. Damit dies nicht zum argen Fall mentaler Blockaden, Gereiztheit und Energieverlust führt, gilt es die Ursachen auf den Grund zu gehen. Anhand der folgenden Auflistung möglicher Störgeräusche lässt sich das Problem mitunter selbst lösen. Anderenfalls muss der Profi in Form des Installateurs gerufen werden.

Das Knacken der Heizanlage

Hierbei gilt es erst einmal zu unterscheiden: Knackt es rund um den Heizkörper kurz und eher leise, handelt es sich simpel um die Dehnungsgeräusche der Anlage. Dies ist dem wechselnden Rhythmus aus Aufheizen sowie Abkühlen geschuldet und tatsächlich ganz normal. Wenn die Heizungskomponenten allerdings regelmäßig über den Tag und dann auch noch konstant etwas lauter knacken, hat dies verschiedene Fehlerursachen. Zum einen könnte es an der Reibung der hiesigen Halterungsaufnahmen liegen. Die Befestigung der Heizung ist dann zu „straff“ ohne Sicherheitsabstände umgesetzt worden. Ebenso trifft dies auch auf nicht optimal verlegte Rohre zu. Dann sind diese nicht spannungsfrei installiert worden. Zusätzlich zu diesem Aspekt offenbart sich des Öfteren ein Vertauschen von Vor- beziehungsweise Rücklauf als Grund dieser knackenden Geräusche. Möglicherweise wurde aber auch einfach nur das Überströmventil falsch justiert. Als Erstes sollte jetzt die Geräuschquelle identifiziert werden. So lassen sich mögliche Reibungspunkte aufspüren. An der Halterung kann vielleicht schon das Einsetzen eines weichen s helfen. Mitunter müssen aber auch die Leitungen neu gelagert, im argen Fall gänzlich neu befestigt werden. Dies kann lokal eingegrenzt werden, damit eventuelle Mehrkosten nicht in die Höhe steigen. Mit einem Austausch des Ventils oder dem Einbau eines Umkehrventils bietet sich eine Option im Fall des falsch zugeordneten Zu- oder Ablaufs an. Ansonsten wird das Know-how des Fachmanns notwendig, auch bei der Neueinstellung des Überströmventils.

Die Heizung gluckert stetig vor sich hin

Als Ursache hierfür lässt sich meist Luft im Heizsystem ausmachen. Auf der anderen Seite entsteht das Gluckern als Störgeräusch ebenso durch ein falsch eingestelltes Heizungsventil. Mitunter kann dies auch generell falsch eingebaut worden sein – dann würde sich das Gluckern in der Regel gleich von Beginn an präsentieren. Als weiterer Grund für solch eine konstant auftretende Geräuschkulisse zeigt sich ebenfalls des Öfteren ein mangelhafter Wasserdruck. In wenigen Fällen spielt eine zu hohe Drehzahl der Umwälzpumpe eine entscheidende Rolle. Als erste Maßnahme dürfen die Heizkörper in diesen Fällen einmal entlüftet werden. Oft hilft dies schon weiter. Ansonsten sollte im Heizraum selbst an der Anzeige der Anlage der Wasserdruck überprüft werden. Gegebenenfalls muss hier das nötige Wasser aufgefüllt werden. Dies kann sich mit der Zeit im Volumen reduzieren. Wenn diese kleinen Maßnahmen nicht helfen, steht der Weg zum Installateur an.

Die Heizungsanlage pfeift auf dem letzten Loch

Ein wahrnehmbares Pfeifen der Heizung liegt in der Regel in einer Anreicherung von zu viel Luft im Heizkreislauf begründet. Anderenfalls kann ebenso der Wasserdruck einfach deutlich zu niedrig sein. Alternativ verursachen ebenso Umwälzpumpen diese Geräusche. Sind sie zu hoch eingestellt, gibt die Heizungsanlage ein Pfeifkonzert. Die einfachste Option zur Beendigung des Pfeifens offenbart sich hierbei in Form des Entlüftens der Heizkörper. Sollte der Grund tatsächlich in einem fehlerhaften Wasserdruck bestehen, wird dies mit dem Blick auf das Zentralmodul schnell ersichtlich. In diesem Moment sollte die Anpassung des Drucks an die entsprechenden Vorgaben zeitnah helfen. Ebenso lässt sich hier auch das Wirkungsumfeld der Pumpe einsehen. Notfalls gilt es jetzt, die Drehzahl zu minimieren. Ändert sich die Geräuschkulisse nicht wirklich oder nur merklich, steht auch hier nur der Griff zum Telefon und dem Direktkontakt zum Installateurprofi als letztendliche Lösung an.

Klopfgeräusche aus der Heizung

Das Klopfen des Heizungssystems liegt oft in zwei fehlerhaften Installationen begründet: Zum einen handelt es sich um das falsch justierte Überströmventil oder um das Vertauschen von Vor- sowie Rücklauf. In wenigen Fällen handelt sich als Ursache um die zu nah aneinander positionierten Kalt- beziehungsweise Heizwasserleitungen. Wenn dies nicht die Gründe sind, sollte das Augenmerk auf klopfende Reibungsgeräusche gerichtet werden. Dann hängt dieses Geräusch mit der Ausdehnung der Halterungen zusammen. Auf jeden Fall gilt es nun, die Ventile optimal einzustellen und den Heizungsfachmann hinzuzuziehen. Dieser tauscht ebenso Vor- und Rücklauf aus oder optimiert die Abstände der Rohrleitungen. Bei Reibungsproblemen hilft mitunter schon ein wenig Öl auf entsprechender Stelle.

Konsequentes Rauschen in der Anlage

Neben den vollkommen normalen, leisen Fließgeräuschen entstehen in manchen Situationen ebenso vergleichsweise laute Störgeräusche in Form eines Rauschens. In diesen Fällen liegt die Ursache meist in der falsch eingestellten Heizungsanlage. Dies kann mit einer falschen hydraulischen Justierung zusammenhängen. Aber auch die zu hohe Drehzahl der Umwälzpumpe ist wieder einmal eine Ursache dafür. Nicht erst beim Auftreten der rauschenden Störgeräusche ist ein hydraulischer Abgleich stets zu empfehlen. Neben der optimalen funktionalen Einstellungen – auf das jeweilige Haus und den individuellen Energieverbrauch abgestimmt – offenbart sich in der daraus resultierenden Kosteneinsparung großes Potenzial. In anderen Fällen muss die Umwälzpumpe einfach gedrosselt werden. In jedem Fall bedarf es für diese bestmöglichen Einstellungen das Fachwissen des Installateurs.

Konstantes Brummen als Alltagsbegleiter

Dieses Geräusch verweist meist auf sehr elementare Schäden an der Heizungsanlage hin. Beispielsweise kann es sich nun um einen Schaden am Lager der Umwälzpumpe handeln. Des Weiteren initiieren defekte Brenner oft diese Folgeerscheinung. In dieser Form von Störgeräuschen erweist sich mitunter auch ein vibrierender Lüfter als Ausgangsmangel. Die Schwingungen übertragen sich dann auf das gesamte System. Tatsächlich bewirken in den meisten dieser akustisch nervenaufreibenden Fälle jedoch lockere Leitungen dieses Begleitgeräusch. Nun bleibt nicht viel Spielraum für den eigenen Maßnahmenkatalog. Es bedarf eines Profis, der die Geräuschquelle erstens genau lokalisiert. Zweitens ist es in einigen Situationen vonnöten, ein entsprechendes Bauteil auszutauschen beziehungsweise richtig zu justieren.

Neben diesen sechs öfter auftretenden Störgeräuschen entfährt dem Heizungssystem manches Mal auch ein Piepen. Dieses ist meist an Fehlercodes in der Heizungsanlage oder eine Störung am Brenner gebunden. Hierbei hilft aufgrund der Voraussetzung des komplexen technischen Verständnisses nur der Fachmann. Wenn es rund um den Heizkörper und die Rohre jedoch plätschert, darf der Bewohner gern das simple Entlüften sämtlicher Heizkörper in Angriff nehmen – meist wird das Geräusch dann verschwinden.

Die 5 häufigsten Heizsysteme im Vergleich

Welche Heizung spart am meisten?

Heutzutage gibt es eine so große Auswahl an verschiedenen Heizsystemen wie nie zuvor. Ob eine Gasheizung mit zusätzlicher Solaranlage, eine Luft- oder Erd-Wärmepumpe. Viele Verbraucher können sich zwischen den vielen unterschiedlichen Heizsystemen nicht entscheiden, welches für ihr Gebäude das Richtige ist. Im Folgenden werden die fünf häufigsten Heizsysteme verglichen und Anschaffungskosten, Fördergelder, Betriebskosten und CO2-Emission innerhalb von 20 Jahren genauer betrachtet.

Download der Excel Tabelle

Refernzhaus für den Vergleich

Als Referenzobjekt dient ein 150qm großes Bestandsgebäude von 1992, welches mit 4 Personen einen Jahresenergiebedarf von 25.000 kwh/Jahr an Gas aufweist. Im Erdgeschoss ist eine Fußbodenheizung und im Obergeschoss sind Heizkörper installiert, außerdem liegt die Vorlauftemperatur bei 55 Grad Celsius und die Rücklauftemperatur bei 45 Grad Celsius.

Welche Annahmen werden getroffen?

Für die Ausrechnung werden aktuelle Gas- Strom- und Pellettpreise berücksichtigt und für die Jahresarbeitszahlen der Luft-Wärmepumpe (3,2) und der Erd-Wärmepumpe (4,2) entsprechende Werte hinterlegt. Außerdem werden der aktuelle Jahresverbrauch des Hauses, Preissteigerung, Solarkollektorfläche und Abgasverluste von allen Systemen, CO2-Ausstoße und Fördergelder berücksichtigt.

Investitionskosten

Bei einem Umstieg von einem Gasheizgerät zu einem Brennwertgerät liegen die Investitionskosten bei rund 11.500 €. Wird so ein Brennwertsystem mit Solarthermie kombiniert, summieren sich diese auf 18.200 €. Bei einer Luft-Wärmepumpe sind es 12.675 € und bei einer Erd-Wärmepumpe 16.900 €. Für eine Pelletanlage sollten 15.600 € eingeplant werden. Hierbei sind die Fördermittel schon eingerechnet.

Jährliche Betriebskosten

Neben den Anschaffungskosten, sollten auch die jährlichen Betriebskosten, wie die Instandhaltung einbezogen werden. Diese Kosten können stark variieren, denn bei einem Gasbrennwertsystem sind diese günstiger als zum Beispiel bei einer Luftwärmepumpe.

Auch bei den Energiekosten zeigen sich deutliche Unterschiede. Eine erste Möglichkeit Energie zu sparen, kann ein hydraulischer Abgleich des alten Systems sein. Die Kosten belaufen sich auf ca. 1.000 €, dieser wird gefördert und kann für 10 % Energieeinsparungen sorgen. Wenn ein neues Heizsystem genutzt wird, können die Einsparungen je nach System sehr unterschiedlich ausfallen.  In dieser Betrachtung wird ein Zeitraum von 20 Jahren festgelegt und die Preissteigerung der Energiekosten einkalkuliert. Dabei wurde angenommen, dass der Strom – und Gaspreis gleichermaßen um 4% im Jahr steigen. Die alte Anlage kommt dabei auf fast 100.000 € Betriebskosten. Durch einen Wechsel zu einem Gas-Brennwertsystem kann Energie eingespart werden, aber richtig deutlich wird dies bei einer Investition in ein System mit einem regenerativen Energieträger. Dabei kommt man zum Beispiel bei einer Luft-Wärmepumpe oder einer Pelletanalge auf 50.000 € Betriebskosten. Gewinner ist allerdings die Erd-Wärmepumpe, bei der man mehr als 50 % der Energiekosten sparen kann.

CO2 Emissionen

Nicht außer Acht zu lassen sind die CO2-Emission über die nächsten 20 Jahre, denn auch hier kann eine ganze Menge eingespart werden. Das Gasbrennwertgerät verbraucht 92 Tonnen innerhalb der nächsten 20 Jahre. Durch die Kombination mit Solarthermie oder auch mit der Investition in eine Luft-Wärmepumpe oder Er-Wärmepumpe kann sich die CO2-Emission um mehr als 50 % reduzieren. Bei einer Pelletanlage verringert sich der Ausstoß ebenfalls deutlich, jedoch werden die eigentlichen CO2-Ausstöße bei der Verbrennung nicht mit eingerechnet, da bei Holz und Pellets diese als CO2-neutral betrachtet werden. Hier spiegeln sich ausschließlich die Emissionen beim Transport mit LKW oder der Herstellung wieder.

Gesamtfazit

Bei einem Gasbrennwertgerät sind die Investitionskosten mit ca. 11.500 € zwar sehr niedrig, aber dafür sind die Einsparungen von gerade einmal 15.314 € im Vergleich zu den anderen Heizsystemen sehr gering. Die Gashybridanlage hat mit 7.000 € mehr, etwas höhere Investitionskosten, aber dafür verdoppeln sich die Einsparungen auf 30.000 € über 20 Jahre. Die Luftwärmepumpe, welche ähnliche Investitionen wie die Gasbrennwertheizung hat, kann mit 46.000 € eine deutlich höhere Einsparung erzielen. Die Erd-Wärmepumpe mit Investitionen von über 17.000 €, also ähnlich wie die Gastherme, hat mit 55.000 € über 20 Jahre, die höchste Einsparung der hier verglichenen Systeme. Die Pelletanlage hat ähnliche Investitionskosten wie die Wärmepumpe, aber weniger Einsparungen auf 20 Jahre. Aus allen gesammelten und errechneten Daten ist eine große Tabelle entstanden, die individuell umgeschrieben und genutzt werden kann. Falls eine professionelle Berechnung benötigt wird, sollte man sich jedoch an einen Fachhandwerker wenden.

Förderung 2022

Umfangreiche Förderung für effiziente Heizsysteme

Auch im Jahr 2022 haben Hausbesitzer die Möglichkeit, von staatlicher Heizungsförderung zu profitieren und bei der Heizungssanierung oder beim Heizungstausch zu sparen. Wir zeigen was gefördert wird und wie viel Zuschuss es auf die verschiedenen Anlagentypen gibt.

Mit einem Volumen von 150.000 Einzelmaßnahmen für 6 Mrd. Euro werden auch in 2022 viele Anreize für effizente Heizungsanlagen geschaffen. Die neue „Bundesförderung für effiziente Gebäude“ (BEG) sieht eine vielzahl an Möglichkeiten zur Förderung vor. Hier gibt es einen Überblick.

Inhalt

Die BEG besteht aus drei Teilen

  • 1. BEG WG (Wohngebäude)
    Beantragung über die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) für Neubauten mit Effizienzhaus Standart 55 sowie 40 oder 40 plus. Ebenfalls gehört hier die Sanierung auf Effizienzhausstandart dazu.

  • 2. BEG NWG (Nichtwohngebäude)
    Zu den Nichtwohngebäuden zählen z. B. Büro- und Verwaltungsgebäude, landwirtschaftliche Betriebsgebäude und weitere Betriebsgebäude, wie Fabrikgebäude, Hotels und dergleichen.

  • 3. BEG EM (Einzelmaßnahmen)
    Die Einzelnaßnamen werden über das BAFA (Bundesamt für Wirtschaft- und Ausfuhrkontrolle) abgewickelt. Hierin sind alle Maßnahmen der Sanierung enthalten. Gefördert werden Dämmung der Gebäudehülle, Erneurbare Energien für Heizung, Maßnahmen zur Heizungsoptimierung und Lüftungsanlagen.

Die Förderrichtlinie trägt dazu bei, die Treibhausgasemissionen im Gebäudebereich bis 2030 auf 70 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente zu mindern und somit sowohl die nationalen als auch die europäischen Energie-und Klimaziele bis 2030 zu erreichen.

Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

Übersicht der Einzelmaßnahmen

EE-Hybridheizung (erneuerbare Energien)

Dies ist eine Anlage die mehrere erneuerbare Energien kombiniert. Eine Wärmepumpe in mit einer Solaranlage ist so eine EE-Hybridheizung. Diese werden mit einem Zuschuss von 35 % gefördert. Inbegriffen sind alle Umfeldmaßnahmen die im Rahmen der Sanierung anfallen.

Wärmepumpe

Die Installation einer Luft-Wärmepumpe oder Erdwärmepumpe wird mit 35 % Zuschuss auf die Investion gefördert. Auch hier werden alle Umfeldmaßnahmen mit gefördert.

Biomasseanlage

Hierzu zählen Pelletsanlagen, Holzheizungsanlage, Scheitholzvergaser oder Hackschnitzelkessel. Auch diese Systeme lassen sich noch zu einer EE-Hybridheizung erweiteren. Die Förderung beträgt hier 35 %.

Solaranlagen

Der Einbau einer Solaranlage zur produktion von Wärme wird mit 30 % gefördert. Diese kann genutzt werden zur Warmwasserbereitung, Heizungsunterstützung oder für die kombinierte Warmwasserbereitung und Raumheizung.

Gas-Hybridheizung

Besteht aus einem Gas-Brennwertgerät. Dieses wird um einen erneuerbaren Energien Anteil erweitert. Solaranlagen, Holzheizungen oder Wärmepumpen sind hier als Beispiel zu nennen. Dabei muss die thermische Leistung des regenerativen Wärmerzeugers mindestens 25 Prozent der Heizlast des Gebäudes betragen.

Öl Austauschprämie

Wird bei einer Sanierung eine Ölheizung ersetzt durch ein förderfähiges System so erhöht sich der Zuschuss um weitere 10 %. Demontagearbeiten für den Öltank oder das legen des neuen Gasanschluss werden ebenfalls mit gefördert.

Heizungsoptimierung

Gefördert werden sämtliche Maßnahmen zur Optimierung des Heizungsverteilsystems in Bestandsgebäuden, mit denen die Energieeffizienz des Systems erhöht wird. Hierzu gehören beispielsweise der hydraulische Abgleich der Heizungsanlage inklusive der Einstellung der Heizkurve, des Austauschs von Heizungspumpen sowie der Anpassung der Vorlauftemperatur und der Pumpenleistung.

Die Umfeldmaßnahmen

Besonders interessant wird die Förderung bei der Berücksichtigung weiterer Umfeldmaßnahmen. Viele notwendige Nebenarbeiten bei einem Sanierungsvorhaben sind ebenfalls förderfähig. Dazu zählen alle Maßnahmen, die zur Vorbereitung und Umsetzung eines Sanierungsvorhabens oder zur Inbetriebnahme von Anlagen erforderlich sind.

Hier eine Liste der förderfähigen Umfeldmaßnahmen:

  • Energetische Planung
  • Arbeiten zur Baustelleneinrichtung
  • Rüst-und Entsorgungsarbeiten
  • Verlegungs-und Wiederherstellungsarbeiten
  • Deinstallation und Entsor-gung von Altanlagen
  • Maßnahmen zur Einregulierung geförderter Wärmeerzeuger
  • Maßnahmen zur Optimierung des Heizungsverteilsystems
  • Erschließung von Wärmequellen fürWärmepumpen
  • Systemen zur digitalen Betriebs-und Verbrauchsoptimierung

Neubau und Sanierung

Bei einem Neubau eines effizienten Gebäudes sowie bei der Sanierung bestehender Gebäude können keine Einzelmaßnahmen gefördert werden. In diesem Fall werden die Anschaffungskosten bzw. die Sanierungskosten komplett gefördert.

Ausgenommen von der Förderung sind Vertrags- und Notarkosten. Eine Sanierung eines Bestandsgebäude zu einem Effizienzhaus 85 wird mit 30 % bezuschusst. Hier können alle förderfähigen Maßnahmen die zur Erreichung dieses Standards nötig sind von der KfW als Kredit oder als Zuschuss beantragt werden.

Hohe Gaspreise 2022 und die 6 teuersten Fehler beim Heizen

In Deutschland sind die aktuellen Gaspreise so hoch wie noch nie und wer mit Gas heizt wird das auch bald im Geldbeutel spüren. Aber wie verhalten sich die Heizkosten im Einfamilienhaus genau und was kommt auf die Verbraucher zu? SHK Info wird sechs Fehler beim Heizen verraten, die einem der Heizungsmonteur nicht erklärt, den Kunden teuer zu stehen kommen und von denen man so wahrscheinlich noch nichts gehört hat.

Auf der Internetseite https://de.statista.com/ wir die Entwicklung der Gaspreise in den letzten Jahren deutlich. Hier können unter anderem die Preise für Privathaushalte mit einem Gasverbrauch von 20.000 kWh in den Jahren 2005 bis 2021 übersichtlich in einem Diagramm angezeigt werden. Durch eine Preissteigerung von 6,9 Cent pro kWh auf 11,5 Cent pro kWh steigt der jährliche Verbrauch eines Einfamilienhauses von etwa 1.380 Euro auf 2.300 Euro. Aufgrund der erhöhten Energiekosten ist dem Verbraucher zu raten, auf das richtige Heizen zu achten. Denn dabei schleichen sich häufig Fehler ein, die einfach beseitigt werden können und dadurch bares Geld gespart wird.

1. Falsche Nutzung oder Einstellung der Zeitprogramme

Wer viele kurze Schaltzeiten von Brenner und Pumpe einstellt, verbraucht für das ständige Hoch- und Runterheizen deutlich mehr Energie. Anders sieht das bei einer Raumtemperatur aus, die dauerhaft auf einem Niveau gehalten wird. Im Neubau wird meistens komplett durchgeheizt, im Altbau kann es Sinn machen, ausschließlich für die Nacht eine Absenkung von maximal 5 Grad Celsius einzustellen.

2. Schnelles Aufheizen der einzelnen Räume

Viele möchten durch weites Aufdrehen der Heizkörper den Raum schnell warm haben. Allerdings kostet diese Methode sehr viel Energie. Man sollte einer Heizung genug Zeit geben, um den Raum aufzuheizen.

3. Viel zu hoch eingestellte Vorlauftemperatur

Die Vorlauftemperatur wird hochgestellt, weil man den Raum möglichst schnell warm haben möchte und der Heizkörper soll auch am besten immer schön warm sein. Dabei muss dieser nicht immer 60 oder 70 Grad heiß werden, auch mit eventuell 40 Grad kann ein Heizkörper den Raum auf 21 Grad aufheizen. Es lohnt sich also ein Blick auf die Vorlauftemperatur. Kann diese absenkt werden und man bekommt das Haus noch warm? Hier zählt jedes Grad, was eingespart wird, denn es ist bares Geld.

4. Zu hoch eingestellte Heizungspumpe

Wenn die Heizungspumpe hoch eingestellt ist, werden die Räume zwar schneller warm, da die Heizkörper überversorgt werden. Allerdings wirkt sich das negativ auf das Schaltverhalten der Heizungsanlage aus. Diese fängt an zu tackten und verbraucht dabei unnötig viel Energie, zudem erhöht sich der Stromverbrauch der Pumpe um ein Vielfaches. Die Einstellung der Pumpe hängt vom Druckverlust des Rohrsystems im Haus ab. Richtig ist, wenn diese nur den benötigten Differenzdruck aufbringt, um das Heizungswasser im gesamten Heizkreis zu fördern.

5. Das Heizsystem wurde nicht hydraulisch abgeglichen

Da die Räume im Haus nie alle gleich groß sind, die Heizkörper immer unterschiedlich weit von der Heizungsanlage entfernt sind und einzelne Räume unterschiedliche Raumtemperaturen vorweisen sollten, ist ein hydraulischer Abgleich notwendig. Wenn das Badezimmer im Obergeschoss auf 24 Grad Celsius aufgeheizt werden soll, wird oft die Heizungspumpe hoch eingestellt, damit möglichst viel Wasser und Wärme ins Heizsystem kommt. Gleichzeitig wird die Vorlauftemperatur erhöht, damit es im Badezimmer auch ankommt. Durch einen hydraulischen Abgleich werden die Pumpeneinstellungen korrigiert und an jedem Heizkörper wird ein Thermostatventil eingebaut, welches man eindrosseln kann. Dadurch bekommt jeder Heizkörper im System nur die Menge an Wasser, die auch benötigt wird. Zwischen 10 und 15 % lässt sich mit einem hydraulischen Abgleich an Heizkosten einsparen.

6. Falsche Einstellung der Regelung und der Heizkurve

Die Neigung und das Niveau können an der Heizkurve verändert werden. Diese beschriebt das Verhältnis von Außentemperatur zur Vorlauftemperatur und gibt dafür den Sollwert vor. Bei einer Heizkurve von 1,2 wird bei einer Außentemperatur von -10 Grad Celsius der Vorlauf auf 62 Grad hochgeheizt. Umso niedriger und flacher die Heizkurve, umso sparsamer wird geheizt.

Wieso erklärt einem der Heizungsmonteur diese 6 teuren Fehler beim Heizen nicht?

In der Praxis ruft der Kunde den Heizungsmonteur an, weil ein Raum nicht richtig warm wird. Dieser dreht die Pumpe und die Vorlauftemperatur hoch, mit dem Resultat, dass es wieder warm wird und der Kunde erstmal zufrieden ist. Einen Vorwurf kann man den Heizungsmonteuren aber oft nicht machen, denn wenn dieser das Optimieren des Heizsystems durch zum Beispiel einen hydraulischen Abgleich anspricht, heißt es oft, dass dieser nur etwas verkaufen will. Dabei wird dieser Abgleich auch gefördert und der Kunde spart am Ende an Gas und damit bares Geld.

Erste Hilfe bei den 5 häufigsten Heizungsstörungen

Eine Situation, die sicher keiner erleben möchte: Die Heizkörper bleiben kalt und im Haus herrschen eisige Temperaturen. Möglicherweise ist die Heizung ausgefallen und ihr braucht einen Notdienst. Wie kann man sich selber helfen, damit es im Haus wieder warm wird? Wir zeigen euch unsere 5 häufigsten Heizungsstörungen und deren Ursache.

1. Festsitzende Heizkörperventile

Alle Heizkörper werden warm, nur einer funktioniert nicht und bleibt kalt. Grund dafür könnte ein festsitzendes Heizkörperventil sein, welches dann nicht mehr öffnet. Besonders nach einer langen Sommerperiode, kann eine innere Verklebung vorkommen. Um das Ventil zu überprüfen, muss der Thermostatkopf abgebaut werden. Darunter befindet sich das Ventil mit dem kleinen Ventilstift, welcher mit einer Zange rein- und rausbewegt werden kann. Es sollte leichtgängig sein und wenn kein Kopf montiert ist, wieder von alleine herausfahren.

2. Keine Stromzufuhr

Es sollte geprüft werden, ob die Heizung überhaupt Strom bekommt. Es kann zum Beispiel sein, dass der Heizungsnotschalter aus Versehen betätigt wurde.

3. Der fehlende Brennstoff

Ohne die rote Flüssigkeit gibt es bei einer Ölheizung keine Flamme. Ob im Öltank noch genug Heizöl vorhanden ist, wird durch den Ölstandsanzeiger sichtbar. Da dieser gelegentlich festsitzt, kann dessen Funktion durch abschrauben und Auf- und Ab-Bewegungen geprüft werden. Bei einer Gasheizung sollte am Gashauptabsperrhahn nachgeschaut werden, ob dieser auch geöffnet ist.

4. Die Heizung ist auf Störung

Ist die Heizungsanlage auf Störung geschaltet? Bei vielen modernen Anlagen wird man im Display sofort die Störmeldung mit einer Problemanzeige sehen. Alle Fehler werden in einem Speicher mit Datum, Uhrzeit und dem jeweiligen Code geloggt. Bei älteren Anlagen ist oft nur eine orange Störlampe vorhanden. In jedem Fall, kann man durch Drücken des Entstör- oder Resetknopfes versuchen die Heizung von Hand zu entstören. In dem Moment versucht die Heizung neu zu starten. Oft hilft das schon, damit das Haus wieder warm wird.

5. Niedriger Wasserdruck oder Luft in der Heizung

Durch den Füll- und Nachfüllvorgang, die vielen Verschraubungen oder ein defektes Ausdehnungsgefäß kann Luft in die Heizungsanlage eintreten. Diese macht häufig störende Geräusche und kann mit Hilfe eines Entlüftungsschlüssels am Heizkörper entweichen. Ein Wasserverlust kann zum Beispiel durch eine Leckage, ein defektes Ausdehnungsgefäß oder eine Undichtigkeit des Sicherheitsventils entstehen. Geringe Mengen können per Hand nachgefüllt werden. Bei auffallend hohem Wasser- oder Luftverlust sollte schnell ein Experte hinzugezogen werden, um eventuelle Folgeschäden zu vermieden.

Lösung zum Eigenverbrauch der überschüssigen PV-Energie

Eigenverbrauch erhöhen mit modulierendem Heizstab fürs Warmwasser

An sonnigen Tagen produziert eine Photovoltaikanalage bei einem Einfamilienhaus meist mehr Energie, als genutzt werden kann. Der überschüssige Strom wird dann in das öffentliche Netz eingespeist und der Analagenbetreiber erhält eine Vergütung. Jedoch kann der Eigenstromanteil durch die Installation eines Elektroheizstabes im Warmwasserspeicher und eines Energiemanagers in der Elektroverteilung erhöht werden, wodurch Geld gespart werden kann. Wie funktioniert dieses System genau und ab wann lohnt es sich überhaupt, den eigenen Strom in einen Elektroheizstab zu stecken?

Was passiert mit dem selbstproduzierten Photovoltaikstrom?

Strom aus der eigenen Photovoltaikanlage wird durch das Waschen, Kochen oder Nutzung anderer Haushaltgeräte direkt verbraucht. Alles was nicht selbst verbraucht werden kann, wird in das öffentliche Stromnetz eingespeist und der Anlagenbetreiber erhält eine Vergütung. Je nach Größe der Anlage wird etwa 50 Prozent des produzierten elektrischen Stroms eingespeist. Wenn allerdings die Einspeisung des Stroms nicht attraktiv vergütet wird, macht es mehr Sinn, diesen für das Eigenheim selbst zu verbrauchen.

Erweiterbare Lösung, um den Eigenverbrauch zu optimieren

Durch den fachgerechten Einbau eines Heizstabes und Energiemanagers, der immer durch einen professionellen Handwerker geleistet werden sollte, kann eigener Photovoltaikstrom für die Warmwasserbereitung genutzt werden.

Aber wie arbeitet das System, so dass wirklich sichergestellt werden kann, dass nur Stromüberschüsse in den Elektroheizstab geleitet werden? Dafür ist der Aton Energiezähler zuständig, der Strommesszangen an den einzelnen Leitern installiert hat. In der Software wird ausgewertet, ob und wieviel gerade eingespeist wird. Demnach kann das System dann verschiedene Verbraucher ein oder abschalten und bei dem Heizstab sogar modulieren. Den Heizstab findet man beim Aton System unter den „CORA-Geräten“, dies ist eine Plug & Play Lösung, bei der die Funkverbindung schon ab Werk hergestellt ist. Eine Verdrahtung über ein Bussystem ist ebenfalls möglich, wodurch auch weitere Verbraucher hinzugeschaltet werden können.  Alle Daten, wie die aktuelle Leistungsaufnahme und Speichertemperatur können abgelesen werden. Der installierte Elektroheizstab wird einfach in eine Steckdose, die 3.000 Watt leisten muss und im Idealfall einzeln abgesichert ist, eingesteckt.

Ist ein direkter Stromverbrauch über einen Elektroheizstab im Warmwasserspeicher überhaupt wirtschaftlich?

Dafür sollte man sich die Energiepreise genauer ansehen. Die aktuelle Einspeisevergütung (Stand 2021) liegt bei 7,31 Cent pro Kilowattstunde. Die Wärme über ein Gasbrennwertgerät kostet 7,59 Cent pro Kilowattstunde. Somit ist es deutlich interessanter den überschüssigen Strom in den eigenen Warmwasserspeicher zu schicken, als diesen günstig in das Netz einzuspeisen. Denn damit muss kein teureres Gas einkauft werden, um damit die Wärme zu produzieren. Noch besser wäre es, wenn der Strom über eine Wärmepumpe geleitet wird, die aus Umweltenergie noch mehr Wärme zur Verfügung stellt. Außerdem bietet dieses System bei Photovoltaikanlagen, die 20 Jahre oder älter sind und bei denen die Einspeisevergütungsverträge ausgelaufen ist, eine gute Möglichkeit der Nachrüstung.

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