Hocheffiziente Heizungspumpe

Heizungspumpe – der versteckte Stromfresser

Vielen Verbrauchern ist nicht bewusst, dass die größten Stromfresser oft im Keller sitzen. Alte Standartpumpen verursachen erhebliche Stromkosten, da sie unabhängig vom Wärmebedarf des Hauses immer mit voller Leistung arbeiten.

Hausbesitzer können mit einer modernen Pumpe die Betriebskosten senken. Aber wie funktioniert eine Hocheffizienzpumpe, wie viel Strom kann ich damit sparen und wie funktioniert die automatische Einregelung?

Eine Heizungs-Umwälzpumpe fördert das Wasser als Wärmeträgermedium durch die Heizungsrohre und Heizkörper und hat somit eine wichtige Funktion für den gesamten Heizkreislauf. Meistens werden die Pumpen erst auffällig, wenn sie kaputt sind und ausgetauscht werden. Ältere Heizungspumpen verbrauchen viel Strom und können sich nicht automatisch auf den Bedarf einregeln.

Der Vergleich einer Standartpumpe und einer hocheffizienten Heizungspumpe

Um zu sehen, wie effizient eine neue und moderne Pumpe arbeitet, ist ein Vergleich des Stromverbrauchs mit einer alten Pumpe hilfreich. Egal, ob alle Heizkörper im Haus auf- oder zugedreht sind, der Stromverbrauch bleibt bei einer alten Pumpe gleich. Da diese ungeregelt laufen, verbraucht die Pumpe selbst im Sommer eine Menge Energie, was sie sehr ineffizient macht. Im Vergleich verbraucht die Hocheffizienzpumpe nur ein Fünftel an Strom, trotz der gleichen Förderleistung. Außerdem bietet die neue Umwälzpumpe noch einige Zusatzfunktionen, wie die Möglichkeit einen Hydraulischen Abgleich per App durchzuführen.

Wie ist es möglich, dass eine Pumpe so hocheffizient arbeiten kann?

Sie reguliert ihre Leistung automatisch bei Veränderungen des Wasserdrucks. Die Funktion „Intelligente Autoadapt“ ermöglicht der hocheffizienten Pumpe sich auf den tatsächlich benötigten und ausreichenden Förderruck in der Leitung und Volumenstrom anzupassen. Unter anderem sind hier ein Permanentmagnet und eine intelligente Elektronik verbaut, die dies ermöglichen.

Wie hoch ist das Einsparungspotenzial für den Verbraucher?

Die hocheffiziente Pumpe läuft nur dann, wenn sie wirklich gebraucht wird und der Hausbesitzer zahlt dementsprechend auch nur, wenn sie wirklich benötigt wird. Auf diese Weise können wir Energie sparen. Schließlich arbeiten die Heizungspumpen circa 200 Tage im Jahr und das für 16 Stunden pro Tag. Da kommen schnell Stromkosten von über 100 € zusammen. Da moderne Hocheffizienzpumpen weniger Strom verbrauchen und sich automatisch einregeln können, lässt sich damit circa 80 – 140 € pro Jahr an Stromkosten einsparen. Die Anlagenumstellung inklusive Anschaffung mit Installation amortisiert sich dann bereits nach 3 – 4 Jahren.

Förderung für den Austausch

Der Staat kennt das Potential an Energieeinsparung in deutschen Heizungskellern. Um die gesetzten Klimaziele zu erreichen gibt es anreize in Form von Förderungen. Der Austausch von alten Heizungspumpen wird im Rahmen einer Heizungsoptimierung mit 20 % gefördert (Stand: Januar 2021).

Hydraulischer Abgleich

Mit einem hydraulischen Abgleich der Heizung Energie sparen

Wenn sich die einzelnen Heizkörper trotz gleicher Einstellung der Heizkörperthermostate unterschiedlich stark erwärmen, kann ein hydraulischer Abgleich Abhilfe schaffen. Besitzer einer Heizungsanlage sollten sich über diese Optimierungsmaßnahme Gedanken machen, denn es ist eine lohnende Investition. Aber wie können Verbraucher dabei profitieren?

Worum geht es bei dieser effizienten Art, Heizkosten zu sparen und Energie für Heizwärme und zur Warmwasseraufbereitung effektiv zu nutzen? Mit der Kamera haben wir einen kompletten Abgleich begleitet. Wir zeigen was wir machen, wie wir den Abgleich berechnen und erklären das Ergebnis.

Inhalt

Welche Daten werden für einen hydraulischen Abgleich benötigt?

Um einen hydraulischen Abgleich professionell durchzuführen, sollte ein Fachhandwerker beauftragt werden. Dabei werden zuerst alle Räume und Heizkörper ausgemessen, um eine Raumheizlast zu bestimmen. Informationen wie Raumgröße, Außenwandflächen, Anzahl und Art der Fenster bilden die Grundlage der Berechnung. Außerdem sind der Typ und die Größe der aktuell verbauten Heizkörper wichtig, denn diese müssen die Wärmeverluste, die der Raum nach Außen hat, nachheizen. Diese Daten werden anschließend am Computer in einer speziellen Software eingetragen und eine vereinfachte Heizlastberechnung durchgeführt. Danach kann bestimmt werden, wie viel Heizungswasser durch jeden Heizkörper fliest, um anschließend das System zu optimieren. Aus dem angezeigten Schaubild wird eine Liste mit den einzelnen Positionen der Heizkörper erstellt, welche die Grundlage für die Einstellung der voreinstellbaren Ventile ist.

Voreinstellung der Heizkörperventile

Unter dem Thermostatkopf befindet sich der Ventileinsatz. Die voreinstellbaren Ventile können im Querschnitt reduziert werden, wodurch der Wasserdurchfluss im Heizkörper reguliert werden kann. Alle Ventile werden nach der Berechnung auf die jeweiligen optimierten Rauminformationen eingestellt. Es läuft im Anschluss also nur so viel Heizungswasser durch den Heizkörper, wie an Wärmeenergie für den Raum benötigt wird. Anschließend muss das Heizgerät noch auf die Heizungsanlage angepasst werden. Durch die optimale Einstellung von Förderhöhe und Fördermenge der Pumpe sowie der Heizungsteillast wird gewährleistet, dass das Heizwasser gleichmäßig durch die gesamte Heizungsanlage fließen kann.

Was bedeutet das nun für den Verbraucher?

Durch die gleichbleibende gewünschte Temperatur in allen Räumen erhöht sich der Wohnkomfort deutlich. Außerdem können Heizungsanlagenbesitzer dank des effizienten Strömungsverhalten des Heizwassers, Energie sparen, da die Systemtemperatur reduziert wird. Neben der umweltschonenden Wirkung lohnt sich dies aufgrund der Verringerung von laufenden Kosten langfristig gesehen auch finanziell. Die Heizsystemoptimierung muss immer individuell betrachtet werden, in unserem Videobeispiel konnten wir durch den hydraulischen Abgleich für das gesamte Gebäude die Systemtemperatur um 10 Grad Celsius absenken. Nur so kann sichergestellt werden, dass moderne Brennwertheizsysteme ihr volles Potenzial ausnutzen. Denn diese Art von Anlagen erreichen ihren möglichen Nutzungsgrad erst wenn eine niedrige Rücklauftemperatur von unter 56 °C sichergestellt wird.

Mit einem hydraulisch abgeglichenen Heizsystem lassen sich 10 – 15 % Energie einsparen gegenüber nicht abgeglichenen Heizungsanlagen.

Quelle: OPTIMUS-Studie der Ostfalia Hochschule

Kosten und Amortisation

Der Aufwand für einen hydraulischen Abgleich ist überschaubar. Meist wird das vereinfachte Verfahren angewendet. Mit diesem lässt sich mit relativ wenig Aufwand ein Abgleich der Heizungsanlage berechnen. Im Ergebnis kann auf diese Art etwa 80 % der möglichen Effizienz eines Systems erreicht werden. Dafür stehen Aufwand, Kosten sowie Nutzen und Amortisation in einem guten Verhältnis.

Die häufig gestellte Frage: Lohnt sich die nachträgliche Durchführung eines hydraulischen Abgleichs bei einem Einfamilienhaus? Hier gibt es viele Fehlurteile, deswegen decken wir die sieben häufigsten Irrtümer rund um den hydraulischen Abgleich in einem Blog Beitrag auf.

In einem Durchschnittlichen Einfamilienhaus amortisiert sich ein hydraulischer Abgleich der Heizungsanlage bereits nach 5 – 6 Jahren

Förderung eines hydraulischen Abgleich

Die nachträgliche Durchführung eines hydraulischen Abgleich wird gefördert. Im Rahmen einer Heizungsoptimierung werden 20 % der Investitionssumme als Zuschuss vom BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) gefördert. Im Rahmen des Programm: Bundesförderung Energieeffizienter Gebäude kann jeder Hausbesitzer die Zuschüsse beantragen.

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