Die Sauberkeit von Handwerkern

Als Handwerker einen bleibenden, ordentlichen Eindruck hinterlassen

Die größte Angst des Kunden ist oft das Eintreten der Handwerker in das eigene Haus. Denn die weit verbreite Meinung ist, dass sie alles dreckig und staubig machen und das im ganzen Haus verteilen. Viele Verbraucher verbinden Handwerksarbeiten mit Chaos, Schmutz und Unordnung. Daher kommt es bei der Auswahl eines Handwerkerunternehmens darauf an, wie sauber sie arbeiten und inwieweit Schmutz und Staub vermieden werden. Ein seriöser Handwerker hinterlässt eine Baustelle sauber und ordentlich und kann dabei auf einige Maßnahmen zurückgreifen, die mit einigen Handgriffen ganz leicht ungesetzt werden können. Durch eine vorherige Absprache können Möglichkeiten besprochen und auf den Einzelfall angepasst werden.

Wie Handwerker leicht zu mehr Sauberkeit kommen:

Überziehschuhe verwenden
Das Zuhause des Kunden sollte wie das eigene behandelt werden. Da sichere Arbeitsschuhe auf einer Baustelle oft unverzichtbar sind, können Einweg- oder waschbare Überziehschuhe verwendet werden, um Fußböden vor Schmutz und Schäden zu schützen.

Laufwege abdecken
Das Zuhause des Kunden sollte wie das eigene behandelt werden. Da sichere Arbeitsschuhe auf einer Baustelle oft unverzichtbar sind, können Einweg- oder waschbare Überziehschuhe verwendet werden, um Fußböden vor Schmutz und Schäden zu schützen.

Staub vermeiden
Bohrstaub kann durch bestimmte Vorrichtungen aufgefangen oder direkt abgesaugt werden. Außerdem bieten Staubtüren oder Staubabsaugungen Möglichkeiten, den Dreck auf einen Bereich zu begrenzen.

Oberflächen schützen
Jegliche Oberflächen die beschädigt werden könnten und besonders sensible Glasflächen sollten durch selbstklebende Abdeckfolien besonders geschützt werden.

Was kostet ein Handwerker und wie setzt sich eine Handwerkerstunde genau zusammen?

Der Stundenlohn im Detail

Wenn ein Kundendienstmonteur zum Haus des Kunden fährt, zahlt dieser laut NRW-Tarif (Stand Juni 2020) 79,20 Euro pro Stunde plus Mehrwertsteuer. Einige Kunden finden diesen Stundenverrechnungssatz im Handwerk auf den ersten Blick oft zu hoch, deswegen bieten wir Transparenz und schauen uns diesen genauer an. Wir zeigen in einem Diagramm, wie die Handwerkerstunde aufgeteilt wird und was damit alles bezahlt werden muss. 

  1. Tariflohn Kundendienstmonteur 

Der erste Posten ist der Stundenlohn des Handwerkers, welcher im Juni 2020 bei 20,84 Euro lag, und macht 26,3 Prozent des Gesamtwertes aus. Für diesen Anteil fährt ein qualifizierter Mitarbeiter, der den Beruf 3,5 Jahre gelernt und anschließend viele Jahre Berufserfahrung gesammelt, Herstellerschulungen oder andere Weiterbildungen besucht hat, zum Haus des Kunden. 

  1. Lohnzusatzkosten 

Der zweite Punkt beinhaltet mit 23,4 Prozent, also 18,55 Euro, die Lohnzusatzkosten. Das sind die Abgaben des Arbeitgebers für die Sozialversicherung und Arbeitssicherheit und an die Berufsgenossenschaft. 

  1. Unproduktive Löhne und Gehälter 

Ganze 15,36 Euro müssen für unproduktive Löhne und Gehälter bezahlt werden und dieser Wert macht damit 19,4 Prozent der Gesamtkosten der Handwerkerstunde aus. Jeder Betrieb hat im Hintergrund eine qualifizierte Büromannschaft, die eingehende Anrufe annimmt, Termine koordiniert, Angebote und Rechnungen schreibt, Material bestellt und Lieferungen prüft. Für diese Aufgaben müssen teilweise Fachleute eingestellt werden, die das benötigte Wissen mitbringen, um diese ordnungsgemäß ausführen, kontrollieren und managen zu können.  

  1. Allgemeine Geschäftskosten 

Im nächsten Posten sind die allgemeinen Geschäftskosten mit 26,1 Prozent und damit 20,68 Euro enthalten. Hiermit wird alles eingerechnet, was zusätzlich in dem Betrieb anfällt, wie zum Beispiel das mit Werkzeug und Maschinen voll ausgestattete Fahrzeug des Monteurs, die Büroausstattung und die laufenden Kosten wie Strom, Gas und Telekommunikation.  

  1. Gewinn 

Die letzte Einheit bildet mit 4,8 Prozent und demnach 3,77 Euro pro Stunde den Gewinn. Die Einplanung des Gewinns ist sehr wichtig, da sie die wirtschaftliche Existenz des Unternehmens sichert und dem Kunden garantiert, dass das Unternehmen auch in einigen Jahren bestehen bleiben kann. Denn jeder Handwerksbetrieb muss eine 5-jährige Gewährleistung auf seine Arbeit geben und somit liegt es im Interesse der Kunden, dass das Unternehmen lange besteht. 

In dieser Auflistung erkennt man deutlich, dass sich der Stundenverrechnungssatz eines Handwerkers an den betriebswirtschaftlichen Kosten orientiert. Aber wenn man sich die meisten Handwerksbetriebe anschaut, liegen üblichen Verrechnungssätze bei ungefähr 50–60 Euro pro Stunde mit Mehrwertsteuer. Was passiert mit der Differenz von teilweise fast 30 Euro? Um diesen Fehlbetrag auszugleichen rechnet der Handwerker dann einen Zuschlag auf das erforderte Material.

Ein zusätzlicher Tipp: 

Die Handwerkerrechnung kann steuerlich abgesetzt werden. Lohn- und Anfahrtskosten können in Höhe von 6000 Euro jährlich angegeben und davon 20 % abgesetzt werden, das entspricht einer jährlichen Summe von bis zu 1200 Euro. Hierzu kann auch ein qualifizierter Fachhandwerker weitere Informationen geben. 

Rückstausicherung mit Hebeanlagen

Wasserschäden im Haus durch Rückstausicherung verhindern

Nicht nur für Häuser in hochwassergefährdeten Gebieten können feuchte Keller durch Überschwemmungen zu einem großen Problem werden. Denn das städtische Kanalnetz kann aus unterschiedlichen Gründen überlastet sein, wodurch das Abwasser in das Eigenheim zurückdrückt und den Keller flutet. Entsprechend installierte Rückstausicherungen können Hausbesitzer vor sehr hohen Schäden und Kosten bewahren. Aber was genau passiert dabei und wie kann man sich davor schützen?

Was passiert genau bei einem Kanalrückstau?

Unter dem Gullideckel auf der Straße befindet sich der städtische Abflussschacht, in dem ein Kanal liegt. Bei starken Niederschlägen kann es durch die plötzlich auftretenden großen Wassermengen zu einer Überlastung der öffentlichen Kanalisation kommen. Dadurch füllt sich der Schacht mit Abwasser und staut sich dann über den Abwasserkanal bis zum eigenen Grundstück über den Kontrollschacht zum Abflussrohr ins Haus zurück. Ohne installierte Rückstausicherungen können in Folge alle Räume unterhalb des Straßenniveaus schnell unter Wasser stehen. Die Beseitigung eines Rückstauschadens sind durch das fäkalienhaltige Abwasser sehr aufwendig und kostenintensiv, welche nicht von den Kommunen übernommen werden.

Welche Rückstausicherungen gibt es?

Es gibt Rückstauklappen, die dafür sorgen, dass das Wasser nicht in die falsche Richtung fließen kann. Diese sind stets verschlossen und öffnen sich erst bei anfallendem Abwasser. Drückt das Wasser allerdings aus dem Kanal zurück ins Gebäude, schließen sich die Klappen automatisch. Für fäkalienhaltiges Wasser sind elektronische Klappen notwendig und dadurch sehr wartungsintensiv und nicht immer vollkommen ausfallsicher.

Schmutzwasser mit einer Hebeanlage sicher ableiten

Eine weitere Möglichkeit ist eine Hebeanlage, bei der das Abflussrohr im Keller viel höher liegt und die Lage des Abwasserkanals keine Rolle mehr spielt. Durch die Installation einer Hebeanlage wird das anfallende Abwasser in einem Behälter im Keller gesammelt. Wird ein bestimmter Pegel erreicht, befördert eine Pumpe das Schmutzwasser automatisch durch eine Rückstauschleife über das Niveau der Rückstauebene und fließt von dort mit natürlichem Gefälle in den Kanal. Durch den Überbogen wird gewährleistet, dass auch bei Ausfall der Anlage kein Abwasser zurückgedrückt werden kann. Somit ist mit einer Hebeanlage ein Rückfluss von Regen- oder Abwasser zurück in das Eigenheim ausgeschlossen und die Kellerräume bleiben sicher trocken.

In unserem Video wird eine Hebeanlage in einem Sechsparteienhaus aufgezeigt. Dabei fließt das Abwasser aus dem hauseigenen Abwasserrohr in einen Behälter mit 100 Liter Fassungsvolumen. Sobald dieser voll ist, wird durch einen Schwimmerschalter eine der zwei elektronischen Pumpen eingeschaltet. Diese fördert das Abwasser samt Feststoffe durch eine druckfeste Leitung mit Rückstauschleife hoch in den Kanal. Durch ein zusätzlich installiertes Rohr wird die Be- und Entlüftung der Anlage gewährleistet. Denn wenn Abwasser in die Hebeanlage eingeleitet wird, muss Luft entweichen können und wenn die Anlage Abwasser abpumpt, muss Luft nachströmen können. Zur regelmäßig durchzuführenden Wartung der Anlage sind auf der Abwasser- und Kanalseite Sperrschieber angebracht. Ein zusätzliches Rohr führt zu einer Handpumpe, durch die man den Behälter per Hand abpumpen und das Abwasser nach oben leiten kann. Falls zum Beispiel durch ein Fenster Wasser reingelaufen ist, befindet sich am Boden der Anlage eine Hebepumpe, um an dieser arbeiten zu können.

Wenn eine der beiden Pumpen ausfällt und das Abwasser nicht nach oben fördern sollte, ist es erstmal nicht so schlimm. Dann schaltet sich ein Alarm ein und kurz danach springt die andere Pumpe an.

Wie lange braucht eine Pumpe, um das Abwasser aus dem Behälter zu fördern und wie oft schaltet sie ein?

Es ist ein Irrglaube, dass eine Hebeanlage ein großer Stromverbraucher ist, weil die Anlage lange laufen muss. Denn für drei Toilettenspülungen benötigt man einen Pumpvorgang, welcher nur 2-3 Sekunden andauert. In dieser Zeit werden 20 Liter Wasser in den Kanal gefördert. Der Einbau einer Hebeanlage sollte dabei immer durch einen Fachhandwerker erfolgen, der die richtigen Einstellungen vornehmen kann.

Kleinhebeanlage für kleine Haushalte

Es gibt auch kleine Anlagen wie den WC Fix, die sich in einer Vorwand mit Revisionsklappe gut verstecken lassen. Diese haben einen vorderen und seitlichen Anschluss für ein WC und Anschlüsse für eine Dusche oder ein Waschtisch. Eine Waschmaschine oder Badewanne kann hier nicht angeschlossen werden und es dürfen keine Hygieneartikel in die Anlage gelangen. Diese Kleinhebeanlagen sind zudem nur für die Installation im privaten Bereich geeignet.

CO2-Steuer ab 2021

Was kostet das Heizen in Zukunft mehr ?

Ab Januar 2021 wird in Deutschland die CO2-Steuer eingeführt. Jedoch nicht nur der Kraftstoff wird teurer, sondern auch das Heizen mit Öl oder Gas ist von der neuen Steuer betroffen. Das haben wir uns genauer angesehen und zeigen was für Kosten auf Haushalte zukommen.

Der CO2-Preis pro Tonne die nächsten Jahre:

202125 Euro
202230 Euro
202335 Euro
202445 Euro
202555 Euro

Was bedeutet das für euch z.B. im Einfamilienhaus ?

Hier eine kleines Beispiel: 

Bei einem Verbrauch von 20.000 kWh entstehen bei der Verbrennung von Erdgas insgesamt ca. 4,40 Tonnen Kohlendioxid. Somit wird das Heizen mit einer Gasheizung nächstes Jahr 110 Euro mehr Kosten und steigert sich dann bis zum Jahr 2025 auf 242 Euro. Wer noch eine Ölheizung besitzt zahlt noch etwas mehr, weil hier mehr CO2 bei der Verbrennung entsteht.

Wen das ganze genauer interessiert, schaut einfach unser Video zur CO2 Steuer. Marcel und Marco haben die wichtigsten Punkte zusammengefasst und zeigen euch auch Einsparmöglichkeiten durch moderne Heizsysteme.

Individuelle CO2-Steuer berechnen

Mit unserem CO2-Steuer Rechner einfach die eigenen Mehrkosten berechnen.

Deutschland und die Klimaziele

Ziele 2020 2030 2050
Treibhausgasemissionen im Vergleich zu 1990 mind. -40% mind. -55% mind. -80 %
Steigerung erneuerbarer Energien am Bruttoendenergieverbrauch 18 % 30 % 60 %

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