Hydraulischer Abgleich im Bestandsgebäude – Leicht gemacht

Statischer Abgleich vs. (VOLL)automatischer Abgleich

Ein hydraulischer Abgleich einer Heizungsanlage gehört heute zu den Grundvorrausetzungen für einen optimalen Wohnkomfort. Jedoch kann ein nachträglicher Abgleich im Bestandsgebäude mit Fußbodenheizung aufwendig werden. Der Fachhandwerker muss hier häufig die benötigten Werte anhand von Berechnungen selbst ermitteln. Mit einer intelligenten Elektronik kann diese oft zeit- und kostenintensive Arbeit erleichtert werden.

Die klassische Durchführung eines hydraulischen Abgleichs

Die bisherigen Verteiler der Fußbodenheizung werden in einzelne Räume aufgeteilt, welche einen elektronischen Stellantrieb haben. Diese fahren automatisch zu oder auf und versorgen die Räume mit Wärme, anhand der Raumtemperatur. Die Grundlage für einen hydraulischen Abgleich im Bestandsgebäude ist immer die vorherige Berechnung eines Fachhandwerkers, bei der alle Gebäudedaten und Maße Raumweise dokumentiert werden. Die einzelnen Heizkreise müssen ermittelt und gegebenenfalls Leitungsverläufe und Verlegeabstände, sowie Leitungslängen mit Hilfe einer Wärmebildkamera nachvollzogen werden. Alle Daten werden zur Berechnung in eine Software übertragen, diese liefert die Ergebnisse zur benötigte Heizlast und Volumenströme der einzelnen Kreise. Ein neuer Verteiler muss eingebaut werden, dieser verfügt über regulierbare Ventile, an denen der Durchfluss abgelesen und eingestellt werden kann. Eine anschließende Dokumentation des gesamten hydraulischen Abgleiches ist zwingend erforderlich. Dieses Verfahren ist aufwendig und kann kostenintensiv werden.

Eine intelligente Lösung – EASY Base 3 Balance

Zeit und Geld kann durch eine intelligente Elektronik gespart werden. Die einfache Elektroverteilerbox wird durch eine adaptive Einzelraumreglung, die alle Vorteile moderner Regeltechnik vereint und mit Standardkomponenten kompatibel ist, ersetzt. Nach der Installation der Basis fängt sie selbstständig an zu arbeiten und erkennt, wie lange ein Raum braucht, um die Zieltemperatur zu erreichen. Das System ordnet dann jedem Raum entsprechende Zeitintervalle zu und hydraulische Ungleichgewichte werden kompensiert. Ein zusätzlicher Mehrwert bietet die Nutzung der Kühlfunktion einer Wärmepumpe. Es ist ein autarkes System, da es keine Programmierung erfordert und ohne zusätzliche Komponenten genutzt werden kann. Für die Installation dieser TÜV zertifizierten Lösung können außerdem Fördergelder beantragt werden.

Wurde euer Heizsystem schon hydraulisch abgeglichen?

Perfekte Kombi – Wärmepumpe mit Photovoltaik und Batteriespeicher im Neubau

Luft-Wärmepumpe mit einer PV-Anlage und einem Batteriespeicher

Neueste Technik für einen Neubau sorgt für Wärme und Strom zum monatlichen Festpreis. Eine Photovoltaikanlage liefert Strom fürs Haus oder für die Wärmepumpe. Das sorgt für niedrige Energiekosten.

▬ Links ▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬

ViShare Tarifrechner
https://shk-info.de/link/vishare


Photovoltaik-Module für nachhaltigen Strom
https://shk-info.de/link/vitovolt


PV-Stromspeicher Vitocharge VX3
https://shk-info.de/link/vitocharge

Die Wahrheit über Wärmepumpen im Altbau

Klimaretter Wärmepumpe?

Lässt sich mit eine Luft-Wärmepumpe effizient im Bestandsgebäude heizen?
Ein Faktencheck zum Beitrag der ARD Sendung Plusminus vom 28.07.2021

Link zur ARD Mediathek mit dem Beitrag in der Sendung Plusminus zum Thema: „Wärmepumpe Klimaretter?“

https://www.daserste.de/information/wirtschaft-boerse/plusminus/sendung/waermepumpe-bewertung-100.html

Quellen


Fraunhofer ISE – WPsmart im Bestand
https://www.ise.fraunhofer.de/de/forschungsprojekte/wpsmart-im-bestand.html

Agenda21 – Feldtest
http://www.agenda-energie-lahr.de/leistungwaermepumpen.html

Statistisches Bundesamt – Stromerzeugung 2020
https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2021/03/PD21_101_43312.html

Statista – Stromaustauschsaldo Deutschlands
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/153533/umfrage/stromimportsaldo-von-deutschland-seit-1990/

Fraunhofer ISE – Daten zu Erneuerbaren Energien
https://www.ise.fraunhofer.de/de/daten-zu-erneuerbaren-energien.html

Die 5 häufigsten Gründe für Wasserverlust in der Heizungsanlage

Warum verliert meine Heizung Wasser?

Diese Frage haben sich schon viele Heizungsanlagenbesitzer gestellt, wenn sie ständig Wasser nachfüllen müssen. Große Wasserverluste können gefährlich und kostspielig werden, da die Schäden am Mauerwerk und der Heizung bei einer späten Feststellung sehr hoch werden können. Aber was können Ursachen für den häufigen Wasserverlust sein?

1. Leckage

Wenn eine Heizung schnell viel Wasser verliert, können Ventile oder Rohre undicht geworden sein. Eine Leckage an der Stopfbuchse eines Heizkörperventil ist durch Tropfen an der Außenstelle gut sichtbar. Bei einem Fußbodenverteiler sitzen diese Ventile allerdings oft versteckter in einem Kasten unter den Stellmotoren. Hier fällt eine Undichtigkeit oft nicht direkt auf und kann schnell einen höheren Schaden verursachen. Bei Heizungsleitungen, die teilweise im Estrich verlegt sind, kann bei schlechter Wasserqualität Lochfraß auftreten und folglich undicht werden.

2. Ein defektes Ausdehnungsgefäß

Im Ausdehnungsgefäß dient eine Membran als Druckpolster. Durch die ständige Volumenänderung der Heizflüssigkeit wird somit ein konstanter Druck gehalten. Das bedeutet allerdings auch, dass diese Membran mit der Zeit unter der ständigen Beanspruchung sowie der natürlichen Alterung leidet. Ein geringer, aber stetiger Verlust von Heizungswasser ist die Folge. Dieser Vorgang kann über mehrere Wochen andauern, wobei sich Heizungswasser im Teil des Gefäßes sammelt, wo eigentlich nur Luft sein sollte. Daraus resultiert zusätzlich ein Druckverlust im Heizsystem.

3. Das Sicherheitsventil

Wenn das Ausdehnungsgefäß mit Wasser gefüllt ist und aufgeheizt wird, dehnt sich dieses weiter aus. Durch die Volumenerhöhung öffnet das Sicherheitsventil und lässt den Überdruck entweichen. Beim Abkühlen der Anlage kommt es dann zu einem Druckverlust. Eine weitere Möglichkeit ist die Undichtigkeit des Sicherheitsventils. Sollte eine direkte Ableitung von Ventil zu einem Abfluss vorhanden sein, wird ein Wasserverlust durch Tropfen leider nicht direkt erkannt.

4. Das Entlüften der Heizkörper

Ein weiterer Grund ist ein häufiges Ablassen von Luft und Wasser an den Heizkörpern zur Entlüftung. Hierbei entsteht ein Druckverlust an der Heizungsanlage. Was bei einem Einfamilienhaus noch unkritisch sein mag, kann bei einem Mehrfamilienhaus zum Problem werden.

5. Der Wärmetauscher

Hinter jedem Brenner einer Heizungsanlage befindet sich ein wassergeführter Wärmetauscher. Durch eine Undichtigkeit kann das Wasser hier verdunsten oder direkt durch den Kondensatablauf entweichen und somit resultiert ein Wasserverlust.

Fazit

Ist eine Leckage die Ursache des Wasserverlustes und wird daraufhin ständig neues Wasser nachgefüllt, können sich Wasserwerte ändern und einen Wärmetauscher schädigen. Daher sollte bei auffallend hohem Wasserverlust schnell ein Experte hinzugezogen werden, um eventuelle Folgeschäden zu vermieden.

5 Ursachen für Luft in der Heizung

Wenn es kalt wird, heißt es bei vielen jedes Jahr auf’s Neue: Entlüften der Heizkörper. Die ständige Luft in der Heizung kann technische Ursachen haben, die nur der Fachhandwerker beheben kann. Aber trotz eines geschlossenen und funktionsfähigen Heizsystems, ist dieses nie zu 100 Prozent luftdicht. Doch wo kommt die Luft ständig her?

Hier sind die 5 häufigsten Gründe, warum die Luft immer wieder ins System gelangt:

  1.  Heizungs- und Nachfüllwasser

Schon bei der Befüllung einer Heizungsanlage wird Luft eingetragen. Denn innerhalb des Schlauches befindet sich Luft und im Nachfüllwasser ist gelöster Sauerstoff, der mit der Zeit entgast und die Luftbildung begründet. Grundsätzlich kann man festhalten, dass jeder Füll-  und Nachfüllvorgang einer Heizungsanlage einen Lufteintrag darstellt.

2. Dichtungen und Verschraubungen

Das Heizungswasser ist generell untersättigt und strebt nach einer Luftaufnahme. Verschraubungen mit metallischen Dichtungen oder mit Kupferrohr verpresste Gummidichtungen sind wasserdicht, aber nicht luftdicht, wodurch das Wasser wieder Luft aufnehmen kann.

3. Kunststoffteile in der Heizung

In heutigen Heizanlagen findet man zunehmend permeable Bauteile aus Kunststoff. Dazu gehören unter anderem Umschaltventile, Pumpengehäuse und Kunststoffrohre. Diese sind nicht diffusionsdicht und somit kann es hier zu einem Sauerstoffeintrag kommen. In einer Heizanlage ist das nicht vermeidbar, jedoch kann der Einbau eines Mikroblasenabscheiders eine Lösung darstellen.

4. Ausdehnungsgefäß

In jeder Heizungsanlage befindet sich ein Ausdehnungsgefäß, der den notwendigen Wasserdruck reguliert. Der Vordruck, welcher das Anlagenvolumen beim Aufheizen ausdehnt und beim Abkühlen wieder verringert, kann hier eingestellt werden. Mögliche Probleme können durch eine falsche Einbauposition entstehen, oder das Ausdehnungsgefäß wurde nicht richtig gewartet oder eingestellt.Daher sollte die Funktionsprüfung und Einstellung einem qualifizierten Fachbetrieb überlassen werden. Ist dieses Gefäß kaputt, würde das System bei der Abkühlung, durch die nicht diffusionsdichten Bauteile die Luft in die Anlage hinein ziehen. Dadurch entsteht ein Sauerstoffeintrag im Heizsystem.

5. Automatische Schnellentlüfter

Die Entlüfter an einer Anlage gehören standardmäßig geschlossen, können aber bei einem Füllvorgang zur Entlüftung geöffnet werden. Jedoch würden die Entlüfter in einer Unterdrucksituation, in der die Pumpen laufen, auch dafür sorgen können, dass die Anlage belüftet wird. Die Bedienung der Bauteile sollte daher immer vom Fachmann durchgeführt werden.

7 Irrtümer zum hydraulischen Abgleich

Wissenswertes zum hydraulischen Abgleich

Bei der Planung einer Neuinstallation oder Modernisierung einer Heizungsanlage stößt man schnell auf den Begriff hydraulischer Abgleich. Dieser steht nicht nur für sinkende Heizkosten, sondern hilft bei der Optimierung des gesamten Heizungssystems. Die häufig gestellte Frage: Lohnt sich die nachträgliche Durchführung eines hydraulischen Abgleichs bei einem Einfamilienhaus? Hier gibt es viele Fehlurteile, deswegen decken wir die sieben häufigsten Irrtümer rund um den hydraulischen Abgleich auf.

1. Der hydraulische Abgleich ist bei den meisten Heizungen bereits gemacht

Das stimmt so nicht, denn 80% der Anlagen in Einfamilienhäusern sind nicht hydraulisch abgeglichen. Das hat zur Folge, dass teure Heizenergie verloren geht oder das Heizkörper, die sehr weit vom Heizkessel entfernt sind, nicht richtig warm werden. Zusätzlich kann es zu Fließgeräuschen kommen. Auch wenn eine neue Heizanlage installiert wurde und der hydraulische Abgleich eine technische Vorgabe ist, kann dies aus verschiedenen Gründen kein Garant sein, dass dieser durchgeführt wurde.

2. Der hydraulische Abgleich einer Fußbodenheizung ist nicht möglich

Auch das stimmt nicht. Im Gegensatz zu Heizkörpern kommen bei Fußbodenheizungen allerdings keine voreinstellbaren Thermostatventile zum Einsatz. Hier werden für jeden Kreis sogenannte Volumenstromregler verbaut. Die einzelnen Kreise werden in einem Fußbodenheizungsverteiler zusammengeführt, bei dem die Regler eingebaut werden können. Dadurch kann für jeden Kreis die genaue Durchflussmenge, die der entsprechende Kreis benötigt, eingestellt werden.

3. Der hydraulische Abgleich lohnt sich im Einfamilienhaus nicht

Der hydraulische Abgleich ist nicht nur etwas für Großanlagen oder Mehrfamilienhäuser, auch für kleinere Heizungsanalgen lohnt er sich bereits. Die Investitionskosten für so einen Abgleich liegen bei einem Einfamilienhaus bei etwa 1.000 € und das amortisiert sich bereits nach 8 Jahren. Die jährlichen Einsparungen der Heizkosten betragen bis zu 10%. In der folgenden Infografik ist eine Gegenüberstellung der Optimierungsmaßnahmen für Heizungsanlagen aufgeführt.

4. Für den hydraulischen Abgleich findet man keinen Handwerker

Das ist teilweise richtig. Nicht jeder SHK Betrieb bietet auch die Leistung des hydraulischen Abgleichs an. Es müssen unter anderem Heizungsventile berechnet, getauscht und neu eingestellt werden und unter Umständen sind auch Heizkörper zu tauschen. Deswegen sollte in jedem Fall ein richtiger Heizungsfachmann beauftragt werden.

5. Bei einem hydraulischen Abgleich werden alle Heizkörper erneuert

Das stimmt nicht. Die meisten Heizkörper können für die neue Heizungsanlage übernommen werden und müssen meistens nur hydraulisch abgeglichen werden. Bei einigen wenigen Heizkörpern kann es aber dazu kommen, dass diese erneuert werden sollten, weil damit die Heizfläche vergrößert wird. Dadurch kann die Systemtemperatur verringert werden, wodurch ein neues Heizsystem effizienter wird.

6. Eine Brennwertheizung benötigt keinen hydraulischen Abgleich

Im Gegenteil, der hydraulische Abgleich macht eine Brennwertheizungsanlage erst richtig effizient. Denn bei zu hohen Rücklauftemperaturen werden die Nutzungsgrade einer Heizungsanlage gar nicht erreicht. Der hydraulische Abgleich sorgt für möglichst niedrige Rücklauftemperaturen und damit für mehr Effizienz.

7. Der hydraulische Abgleich ist nicht zwingend erforderlich

Das stimmt nicht. Der hydraulische Abgleich ist eine Komponente einer jeden Heizungsanlage und besonders bei der Neuinstallation einer Heizungsanalage ist es zwingender Bestandteil. Das ergibt sich aus verschiedenen technischen Anforderungen, unterschiedlichen Vorgaben oder aus gesetzlichen Grundlagen wie der Energieeinspargesetze. Dort wird festgelegt, dass die Wärmezufuhr in einen Raum so einreguliert werden muss, dass sie auf den Bedarf angepasst ist. Genau das erreicht man mit einem hydraulischen Abgleich.

Im Folgenden ist noch ein Online Rechner, bei dem man selber ausrechnen kann, ob sich die Durchführung eines hydraulischen Abgleichs lohnt. Hier werden anhand von einigen Fragen die Wirtschaftlichkeit geprüft und Kosten, jährliche Einsparungen und Amortisationszeit eines hydraulischen Abgleichs aufgeführt.

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Prüfung einer Gasleitung

Der regelmäßige Check einer Gasleitung

Funktionsfähige Glasleitungen im Haus sind sicherheitsrelevante Faktoren und müssen regelmäßig von einem Fachhandwerker geprüft werden. Bei einer Gebrauchsfähigkeitsprüfung werden Gasleitungen mit Hilfe einer Leckratenbestimmung auf Undichtigkeiten kontrolliert und falls ein erhöhter Gasverlust festgestellt wird, können Mängel ermittelt und beseitigt werden. Aber was genau wird dabei geprüft, wie oft muss diese Kontrolle erfolgen und wie undicht darf eine Gasleitung sein?

Die jährliche Sichtprüfung

Eine Hausschau beinhaltet eine Sichtprüfung der Gasleitungen und muss mindestens einmal im Jahr durchgeführt werden. Dabei wird der allgemeine Zustand der Leitungen kontrolliert. Sind die Absperreinrichtungen frei zugänglich und funktionsfähig? Ist Rost vorhanden? Sind die Verbindungen und Leitungsbefestigungen stabil und fest? Allerdings können bei einer Sichtprüfung nicht die Gasleitungen innerhalb der Wände untersucht werden.

Gebrauchsfähigkeitsprüfung

Undichtigkeiten von nicht sichtbaren Gasleitungen können durch eine Gebrauchsfähigkeitsprüfung gemessen werden. Das ist ein Check, der alle 12 Jahre von einem Fachhandwerker durchgeführt werden muss. Dabei wird die sogenannte Leckrate ermittelt und man bekommt Aufschluss darüber, wie viel Gas eine Leitung innerhalb von einer Stunde verliert.

Durch ein spezielles Messgerät wird die Prüfung voll automatisch durchgeführt und die ermittelten Werte werden gleichzeitig übersichtlich in einem Display angezeigt. Dabei ist das Gerät mit einem Schlauch an der Gasarmatur der Heizungsanlage angeschlossen und somit mit der Gasleitung verbunden. Nach Absperren der Gasleitung, misst das Gerät den Druck, der in der Gasleitung herrscht. Bei Druckabfall liegt eine Undichtigkeit vor, was später in Liter pro Stunde umgerechnet und als Messergebnis angezeigt wird.

Wie hoch darf eine Leckrate sein und ab wann müssen Mängel beseitigt werden?

Hierbei gibt es vorgeschriebene Werte. Eine Leckrate von 0 – 1 Liter pro Stunde ist unbedenklich und weist eine unbeschränkte Gebrauchsfähigkeit auf. Liegt der Wert zwischen 1 – 5 Liter pro Stunde kann die Anlage weiter betrieben werden, muss aber innerhalb der nächsten 4 Wochen in Stand gesetzt werden. Dies bedeutet, dass die Leckage gefunden und repariert werden muss. Ab einer Leckrate von über 5 Liter in der Stunde muss die Anlage sofort stillgelegt werden.

Wo genau befindet sich die Undichtigkeit?

Um die Leckage zu finden kommt ein Leckdetektor zum Einsatz. Hiermit werden alle Verbindungstellen der Gasleitungen geprüft. Beim Anlegen des Stiftes, reagiert dieser bei einem erhöhten Gasanteil sofort und piep und leuchtet sichtbar schneller und hörbar lauter. Durch einen Prüfbericht mit Messwerten und bildlicher Dokumentation der Leckagen ist es für alle übersichtlich und nachvollziehbar. Erfahrene und geschulte Fachhandwerker sorgen für eine professionelle Abwicklung, schnelle Ergebnisse und Reparatur der Leckagen.

5 Fakten zu Wärmepumpen

Die 5 wichtigsten Fakten über eine Wärmepumpe

Beim Hausbau oder einem notwendigen Austausch einer defekten Heizungsanlage ist die Neuwahl eine wichtige Entscheidung, die gut überlegt werden sollte. Denn durch eine Installation einer effizienten und auf das Gebäude abgestimmten Heizungsanlage können langfristig erhebliche Mehrkosten eingespart werden.

Neben den traditionellen mit Öl oder Gas betriebenen Heizsystemen, werden in Neubauten vorzugsweise umweltfreundliche Wärmepumpenanlagen eingebaut, aber auch im Gebäudebestand lässt sich so eine Heizung sehr gut einsetzen. Allerdings gibt es einige Unterschiede zu den konventionellen Heizungsanlagen. Worauf sollte geachtet werden und welche wichtigsten Unterscheidungsmerkmale einer modernen Wärmepumpenheizungsanlage gibt es zu einer konventionellen Heizungsanlage?

Wir haben die 5 bedeutendsten Fakten einer Wärmepumpenanlage zusammengefasst

Vorlauftemperatur

Im Neubau wird bevorzugt mit einer Fußbodenheizung gearbeitet, bei der man niedrige Vorlauftemperaturen hat. Währenddessen befinden sich im Gebäudebestand noch sehr oft Heizkörper, die mit einer wesentlich höhere Vorlauftemperatur bis zu 70 Grad Celsius beschickt werden müssen, um die Räume aufzuheizen. Bei diesen hohen Temperaturen ist der Betrieb einer Wärmepumpe nicht mehr wirtschaftlich. Der Kältekreislauf muss über den Verdichter sehr viel elektrische Energie aufbringen, um die Differenz der Umweltenergie und des hohen geforderten Temperaturniveaus aufzubringen. Hierbei kann es sinnvoll sein, als Spitzenlastgerät ein Gasbrennwertgerät zusätzlich zu betreiben und alternativ kann das ganze Heizsystem auf eine insgesamt niedrigere Vorlauftemperatur ausgelegt werden. Ein grober Richtwert ist 50 Grad Celsius Vorlauftemperatur, ab der eine Neuinstallation einer Wärmepumpe sinnvoll sein kann.

Bei zu hohen Vorlauftemperaturen ist der Betrieb einer Wärmepumpe nicht mehr wirtschaftlich.

Estrichtrocknung

Durch eine Estrichverlegung gelangt sehr viel Feuchtigkeit ins Gebäude. Die durch die Wärmepumpe gesteuerte Fußbodenheizung muss die notwendige Wärmeenergie aufbringen, um die Feuchtigkeit auszuheizen.  Oft steht der Wärmepumpe nicht genug Leistung zur Verfügung, um diese Energie aufzuwenden, deswegen benötigt man einen zweiten Wärmeerzeuger. In der Wärmepumpe befindet sich ein Elektroheizstab, der zusätzlich genutzt werden kann. Jedoch sollte beachtet werden, dass eine Erdsondenbohrung für eine Estrichtrocknung nicht geeignet ist, da es zu Schäden an der Erdsonde führen kann.

Die Leistung reicht nicht aus für die Estrichtrocknung.

Lebensdauer

Die Lebenserwartung einer Gasheizung als Wandgerät beträgt circa 15 – 20 Jahre, bei einem Standheizkessel kann von 20 – 25 Jahren ausgegangen werden und bei einer Wärmepumpe sind es ungefähr 20 – 30 Jahre. Der richtige Betrieb der Wärmepumpenanlage ist ein wichtiger Faktor für dessen Lebensdauer, denn ständige Ein- und Ausschaltvorgänge sorgen zu einem frühzeitigen Ausfall des Verdichters, welcher das wesentliche und teuerste Bauteil einer Wärmepumpe ist. Dies passiert, wenn die Heizungsanlage nicht perfekt an das Gebäude angepasst ist und die Reparatur ist dann meistens sehr kostspielig und bedeutet oft den Tod der Anlage.

Wenn die Anlage „taktet“ verringert sich die Lebensdauer einer Wärmepumpe stark.

Warmwasserbereitung

Eine Wärmepumpe hat wesentlich weniger Heizleistung, als zum Beispiel ein Gasgerät. Wenn in einem Neubau eine Wärmepumpe mit 5 kW betrieben wird, reicht die Energie nicht aus, um den Warmwasserspeicher schnell aufzuheizen. Wenn ein Speichervolumen von 200 Liter Warmwasser vorhanden ist und die Badewanne befüllt, dauert es danach sehr lange, bis Warmwasser wieder zur Verfügung steht.

Die Warmwasserversorgung erfordert besondere Aufmerksamkeit bei der Planung.

Laufzeit

So kennt man es von früher: Heizungsanlagen waren an, haben ihre Temperatur schnell erreicht, sind ausgegangen und kurze Zeit später sind sie wieder angegangen. Dieses ständige Hin- und Herschalten ist bei einer Wärmepumpe zu vermeiden, da sich dadurch die Lebensdauer verkürzt. Wenn die Wärmepumpe gut auf das Gebäude eingestellt ist, laufen sie mehrere Stunden durch. Zu beachten ist außerdem, dass die Energieversorger eine Versorgungssperre von circa 1-2 Stunden täglich eingerichtet haben, um die Stromnetze zu entlasten. Während dieser Zeit wird die Stromzufuhr zur Wärmepumpe unterbrochen und es steht weniger Zeit zur Verfügung, die benötigte Wärme zu produzieren.

Wenn die Wärmepumpe gut auf das Gebäude eingestellt ist, laufen sie mehrere Stunden durch.

Schaden an der Heizung durch Schlammablagerungen

Nachrüstung eines Schlamm- und Mikroblasenabscheider

Wie ein Schlamm- und Magnetitabscheider in Kombination mit einem Mikroblasenabscheider zu einer nachhaltigen Betriebssicherheit einer Heizung führt.

Bei Neuanschaffung einer Heizungsanlage hofft man auf sorgenfreie Jahre und viel Freude an einem warmen Haus im Winter. Aber wenn ein Ersatzteil schon das zweite Mal innerhalb von drei Jahren ausgetauscht werden muss, geht dies mit hohen Kosten nicht nur in den Geldbeutel, sondern kostet auch unnötige Nerven. Aber um welches Bauteil handelt es sich, warum fällt es so oft aus und wie kann dies zukünftig vermieden werden?

Das Umschaltventil

Es handelt sich hierbei um das Umschaltventil, welches zur Steuerung der Heizung beiträgt. Es führt die Funktion „öffnen“ und „schließen“ aus und sorgt dafür, dass durch die Regulierung der Volumenströme zwischen dem normalen Heizbetrieb und der Warmwasserbereitung umgeschaltet wird. Durch einen Stellmotor wird das Ventil hereingedrückt und eine Feder sorgt für das automatische herausdrücken.

Warum wird das Umschaltventil nicht mehr automatisch herausgedrückt?

Im Umschaltventil ist ein beweglicher Keramikkörper mit geringen Spaltmaßen verbaut. Magnetit- und Schlammablagerungen sammeln sich zwischen diesem Spalt des Kunststoff- und Messingkörpers, sodass die Beweglichkeit eingeschränkt wird. Wenn das Ventil hereingedrückt wird, verhakt es sich und kann nicht mehr von alleine öffnen.

Viele weitere Bauteile können ausfallen!

Nicht nur das Umschaltventil, wie in diesem Beispiel, ist gefährdet durch Schlammablagerungen. In einem Heizsystem gibt es zahlreiche Ventile, Pumpen, Sensoren oder andere Funktionsbauteile die ausfallen können. So sollte auf eine gute Heizungswasserqualität immer geachtet werden.

Welche Möglichkeiten gibt es, um die Betriebssicherheit nachhaltig zu gewährleisten?

Durch den Einbau eines Schlamm- und Magnetitabscheiders und eines Mikroblasenabscheiders kann dieses Problem gelöst werden.

Eine Magnetmanschette sorgt beim Schlamm- und Magnetitabscheider dafür, dass kleine magnetische Partikel, die aus den Eisenbestandteilen der Anlage entstehen, abgeschieden werden. Gleichzeitig werden hier Schlammpartikel gesammelt und in den unteren Bereich des Bauteils gefördert, welche durch das Öffnen des Kugelhahns ohne Betriebsunterbrechung ausgespült werden können. Hierbei ist also kein Filter verbaut, der nach einer gewissen Zeit getauscht werden muss. Hinzu kommt, dass der Schlamm- und Magnetitabscheider eine hohe Lebensdauer und eine Herstellergarantiezeit von 20 Jahren hat.

Mikroblasenabscheider

Die vermehrte Schlamm- und Magnetitpartikelansammlung ist unter anderem auf den Sauerstoff in der Heizungsanlage zurückzuführen. Der Mikroblasenabscheider sorgt dafür, dass die Luft abgeschieden und das Heizungswasser entgast wird. Das führt zu einer Sauerstoffuntersättigung des Wassers, dadurch kann an anderen Stellen im Haus wieder Luft aufgenommen und im Mikroblasenabscheider abgeschieden werden. Somit ist Sauerstoff im Heizwasser kein Problem mehr für die Betriebssicherheit der Heizungsanlage.

Die Effizienz einer Heizung ist abhängig von der Abstimmung der einzelnen Komponenten untereinander. Für ein ganzheitliches und nachhaltiges Heizkonzept sollten deswegen der Schlamm- und Magnetitabscheider und der Mikroblasenabscheider von Beginn an mit eingeplant werden. Nur so ist die Betriebssicherheit garantiert und eine langlebige und störungsarme Heizungsanlage gesichert.

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