Schaden an der Heizung durch Schlammablagerungen

Nachrüstung eines Schlamm- und Mikroblasenabscheider

Wie ein Schlamm- und Magnetitabscheider in Kombination mit einem Mikroblasenabscheider zu einer nachhaltigen Betriebssicherheit einer Heizung führt.

Bei Neuanschaffung einer Heizungsanlage hofft man auf sorgenfreie Jahre und viel Freude an einem warmen Haus im Winter. Aber wenn ein Ersatzteil schon das zweite Mal innerhalb von drei Jahren ausgetauscht werden muss, geht dies mit hohen Kosten nicht nur in den Geldbeutel, sondern kostet auch unnötige Nerven. Aber um welches Bauteil handelt es sich, warum fällt es so oft aus und wie kann dies zukünftig vermieden werden?

Das Umschaltventil

Es handelt sich hierbei um das Umschaltventil, welches zur Steuerung der Heizung beiträgt. Es führt die Funktion „öffnen“ und „schließen“ aus und sorgt dafür, dass durch die Regulierung der Volumenströme zwischen dem normalen Heizbetrieb und der Warmwasserbereitung umgeschaltet wird. Durch einen Stellmotor wird das Ventil hereingedrückt und eine Feder sorgt für das automatische herausdrücken.

Warum wird das Umschaltventil nicht mehr automatisch herausgedrückt?

Im Umschaltventil ist ein beweglicher Keramikkörper mit geringen Spaltmaßen verbaut. Magnetit- und Schlammablagerungen sammeln sich zwischen diesem Spalt des Kunststoff- und Messingkörpers, sodass die Beweglichkeit eingeschränkt wird. Wenn das Ventil hereingedrückt wird, verhakt es sich und kann nicht mehr von alleine öffnen.

Viele weitere Bauteile können ausfallen!

Nicht nur das Umschaltventil, wie in diesem Beispiel, ist gefährdet durch Schlammablagerungen. In einem Heizsystem gibt es zahlreiche Ventile, Pumpen, Sensoren oder andere Funktionsbauteile die ausfallen können. So sollte auf eine gute Heizungswasserqualität immer geachtet werden.

Welche Möglichkeiten gibt es, um die Betriebssicherheit nachhaltig zu gewährleisten?

Durch den Einbau eines Schlamm- und Magnetitabscheiders und eines Mikroblasenabscheiders kann dieses Problem gelöst werden.

Eine Magnetmanschette sorgt beim Schlamm- und Magnetitabscheider dafür, dass kleine magnetische Partikel, die aus den Eisenbestandteilen der Anlage entstehen, abgeschieden werden. Gleichzeitig werden hier Schlammpartikel gesammelt und in den unteren Bereich des Bauteils gefördert, welche durch das Öffnen des Kugelhahns ohne Betriebsunterbrechung ausgespült werden können. Hierbei ist also kein Filter verbaut, der nach einer gewissen Zeit getauscht werden muss. Hinzu kommt, dass der Schlamm- und Magnetitabscheider eine hohe Lebensdauer und eine Herstellergarantiezeit von 20 Jahren hat.

Mikroblasenabscheider

Die vermehrte Schlamm- und Magnetitpartikelansammlung ist unter anderem auf den Sauerstoff in der Heizungsanlage zurückzuführen. Der Mikroblasenabscheider sorgt dafür, dass die Luft abgeschieden und das Heizungswasser entgast wird. Das führt zu einer Sauerstoffuntersättigung des Wassers, dadurch kann an anderen Stellen im Haus wieder Luft aufgenommen und im Mikroblasenabscheider abgeschieden werden. Somit ist Sauerstoff im Heizwasser kein Problem mehr für die Betriebssicherheit der Heizungsanlage.

Die Effizienz einer Heizung ist abhängig von der Abstimmung der einzelnen Komponenten untereinander. Für ein ganzheitliches und nachhaltiges Heizkonzept sollten deswegen der Schlamm- und Magnetitabscheider und der Mikroblasenabscheider von Beginn an mit eingeplant werden. Nur so ist die Betriebssicherheit garantiert und eine langlebige und störungsarme Heizungsanlage gesichert.

Förderung 2021

Umfangreiche Förderung für effiziente Heizsysteme

Mit einem Volumen von 150.000 Einzelmaßnahmen für 6 Mrd. Euro werden auch in 2021 viele Anreize für effizente Heizungsanlagen geschaffen. Die neue „Bundesförderung für effiziente Gebäude“ (BEG) sieht eine vielzahl an möglichkeiten zur Förderung vor. Hier gibt es einen Überblick.

Inhalt

Die BEG besteht aus drei Teilen

  • 1. BEG WG (Wohngebäude) ab 01.07.2021
    Beantragung über die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) für Neubauten mit Effizienzhaus Standart 55 sowie 40 oder 40 plus. Ebenfalls gehört hier die Sanierung auf Effizienzhausstandart dazu.

  • 2. BEG NWG (Nichtwohngebäude) ab 01.07.2021
    Zu den Nichtwohngebäuden zählen z. B. Büro- und Verwaltungsgebäude, landwirtschaftliche Betriebsgebäude und weitere Betriebsgebäude, wie Fabrikgebäude, Hotels und dergleichen.

  • 3. BEG EM (Einzelmaßnahmen) ab 02.01.2021
    Die Einzelnaßnamen werden über das BAFA (Bundesamt für Wirtschaft- und Ausfuhrkontrolle) abgewickelt. Hierin sind alle Maßnahmen der Sanierung enthalten. Gefördert werden Dämmung der Gebäudehülle, Erneurbare Energien für Heizung, Maßnahmen zur Heizungsoptimierung und Lüftungsanlagen.

Die Förderrichtlinie trägt dazu bei, die Treibhausgasemissionen im Gebäudebereich bis 2030 auf 70 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente zu mindern und somit sowohl die nationalen als auch die europäischen Energie-und Klimaziele bis 2030 zu erreichen.

Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

Übersicht der Einzelmaßnahmen

EE-Hybridheizung (erneuerbare Energien)

Dies ist eine Anlage die mehrere erneuerbare Energien kombiniert. Eine Wärmepumpe in mit einer Solaranlage ist so eine EE-Hybridheizung. Diese werden mit einem Zuschuss von 35 % gefördert. Inbegriffen sind alle Umfeldmaßnahmen die im Rahmen der Sanierung anfallen.

Wärmepumpe

Die Installation einer Luft-Wärmepumpe oder Erdwärmepumpe wird mit 35 % Zuschuss auf die Investion gefördert. Auch hier werden alle Umfeldmaßnahmen mit gefördert.

Biomasseanlage

Hierzu zählen Pelletsanlagen, Holzheizungsanlage, Scheitholzvergaser oder Hackschnitzelkessel. Auch diese Systeme lassen sich noch zu einer EE-Hybridheizung erweiteren. Die Förderung beträgt hier 35 %.

Solaranlagen

Der Einbau einer Solaranlage zur produktion von Wärme wird mit 30 % gefördert. Diese kann genutzt werden zur Warmwasserbereitung, Heizungsunterstützung oder für die kombinierte Warmwasserbereitung und Raumheizung.

Gas-Hybridheizung

Besteht aus einem Gas-Brennwertgerät. Dieses wird um einen erneuerbaren Energien Anteil erweitert. Solaranlagen, Holzheizungen oder Wärmepumpen sind hier als Beispiel zu nennen. Dabei muss die thermische Leistung des regenerativen Wärmerzeugers mindestens 25 Prozent der Heizlast des Gebäudes betragen.

Öl Austauschprämie

Wird bei einer Sanierung eine Ölheizung ersetzt durch ein förderfähiges System so erhöht sich der Zuschuss um weitere 10 %. Demontagearbeiten für den Öltank oder das legen des neuen Gasanschluss werden ebenfalls mit gefördert.

Heizungsoptimierung

Gefördert werden sämtliche Maßnahmen zur Optimierung des Heizungsverteilsystems in Bestandsgebäuden, mit denen die Energieeffizienz des Systems erhöht wird. Hierzu gehören beispielsweise der hydraulische Abgleich der Heizungsanlage inklusive der Einstellung der Heizkurve, des Austauschs von Heizungspumpen sowie der Anpassung der Vorlauftemperatur und der Pumpenleistung.

Die Umfeldmaßnahmen

Besonders interessant wird die Förderung bei der Berücksichtigung weiterer Umfeldmaßnahmen. Viele notwendige Nebenarbeiten bei einem Sanierungsvorhaben sind ebenfalls förderfähig. Dazu zählen alle Maßnahmen, die zur Vorbereitung und Umsetzung eines Sanierungsvorhabens oder zur Inbetriebnahme von Anlagen erforderlich sind.

Hier eine Liste der förderfähigen Umfeldmaßnahmen:

  • Energetische Planung
  • Arbeiten zur Baustelleneinrichtung
  • Rüst-und Entsorgungsarbeiten
  • Verlegungs-und Wiederherstellungsarbeiten
  • Deinstallation und Entsor-gung von Altanlagen
  • Maßnahmen zur Einregulierung geförderter Wärmeerzeuger
  • Maßnahmen zur Optimierung des Heizungsverteilsystems
  • Erschließung von Wärmequellen fürWärmepumpen
  • Systemen zur digitalen Betriebs-und Verbrauchsoptimierung

Neubau und Sanierung

Bei einem Neubau eines effizienten Gebäudes sowie bei der Sanierung bestehender Gebäude können keine Einzelmaßnahmen gefördert werden. In diesem Fall werden die Anschaffungskosten bzw. die Sanierungskosten komplett gefördert.

Für die Errichtung eines eines Effizienzhaus 55 werden z.B. 15 % der Kosten gefördert. Ausgenommen von der Förderung sind Vertrags- und Notarkosten. Eine Sanierung eines Bestandsgebäude zu einem Effizienzhaus 85 wird mit 30 % bezuschusst. Hier können alle förderfähigen Maßnahmen die zur Erreichung dieses Standards nötig sind von der KfW als Kredit oder als Zuschuss beantragt werden.

Hocheffiziente Heizungspumpe

Heizungspumpe – der versteckte Stromfresser

Vielen Verbrauchern ist nicht bewusst, dass die größten Stromfresser oft im Keller sitzen. Alte Standartpumpen verursachen erhebliche Stromkosten, da sie unabhängig vom Wärmebedarf des Hauses immer mit voller Leistung arbeiten.

Hausbesitzer können mit einer modernen Pumpe die Betriebskosten senken. Aber wie funktioniert eine Hocheffizienzpumpe, wie viel Strom kann ich damit sparen und wie funktioniert die automatische Einregelung?

Eine Heizungs-Umwälzpumpe fördert das Wasser als Wärmeträgermedium durch die Heizungsrohre und Heizkörper und hat somit eine wichtige Funktion für den gesamten Heizkreislauf. Meistens werden die Pumpen erst auffällig, wenn sie kaputt sind und ausgetauscht werden. Ältere Heizungspumpen verbrauchen viel Strom und können sich nicht automatisch auf den Bedarf einregeln.

Der Vergleich einer Standartpumpe und einer hocheffizienten Heizungspumpe

Um zu sehen, wie effizient eine neue und moderne Pumpe arbeitet, ist ein Vergleich des Stromverbrauchs mit einer alten Pumpe hilfreich. Egal, ob alle Heizkörper im Haus auf- oder zugedreht sind, der Stromverbrauch bleibt bei einer alten Pumpe gleich. Da diese ungeregelt laufen, verbraucht die Pumpe selbst im Sommer eine Menge Energie, was sie sehr ineffizient macht. Im Vergleich verbraucht die Hocheffizienzpumpe nur ein Fünftel an Strom, trotz der gleichen Förderleistung. Außerdem bietet die neue Umwälzpumpe noch einige Zusatzfunktionen, wie die Möglichkeit einen Hydraulischen Abgleich per App durchzuführen.

Wie ist es möglich, dass eine Pumpe so hocheffizient arbeiten kann?

Sie reguliert ihre Leistung automatisch bei Veränderungen des Wasserdrucks. Die Funktion „Intelligente Autoadapt“ ermöglicht der hocheffizienten Pumpe sich auf den tatsächlich benötigten und ausreichenden Förderruck in der Leitung und Volumenstrom anzupassen. Unter anderem sind hier ein Permanentmagnet und eine intelligente Elektronik verbaut, die dies ermöglichen.

Wie hoch ist das Einsparungspotenzial für den Verbraucher?

Die hocheffiziente Pumpe läuft nur dann, wenn sie wirklich gebraucht wird und der Hausbesitzer zahlt dementsprechend auch nur, wenn sie wirklich benötigt wird. Auf diese Weise können wir Energie sparen. Schließlich arbeiten die Heizungspumpen circa 200 Tage im Jahr und das für 16 Stunden pro Tag. Da kommen schnell Stromkosten von über 100 € zusammen. Da moderne Hocheffizienzpumpen weniger Strom verbrauchen und sich automatisch einregeln können, lässt sich damit circa 80 – 140 € pro Jahr an Stromkosten einsparen. Die Anlagenumstellung inklusive Anschaffung mit Installation amortisiert sich dann bereits nach 3 – 4 Jahren.

Förderung für den Austausch

Der Staat kennt das Potential an Energieeinsparung in deutschen Heizungskellern. Um die gesetzten Klimaziele zu erreichen gibt es anreize in Form von Förderungen. Der Austausch von alten Heizungspumpen wird im Rahmen einer Heizungsoptimierung mit 20 % gefördert (Stand: Januar 2021).

Luft in der Heizung

Luft- und Mikroblasen in der Heizungsanlage

Jeder kennt das Entlüften von Heizkörpern, aufgrund der störenden Geräuschbildung. Ein zu hoher Sauerstoffanteil kann in einer Heizungsanlage aber auch zu erheblichen Problemen und Effizienzeinbußen führen. Aber warum entsteht eigentlich immer wieder Luft im geschlossenen Heizungssystem und welche Möglichkeiten gibt es noch, um die Mikroluftblasen heraus zu lassen?

Der Heizkörper fängt an zu gluckern und die Heizleistung kann nicht im vollen Umfang abgerufen werden, meistens ist es ausgerechnet der Heizkörper im Badezimmer, wo es besonders schön kuschelig und warm sein sollte. Dann heißt es: Entlüften. Das ist besonders bei der Erstbefüllung einer Heizungsanlage notwendig. Zusätzlich bildet sich während des Betriebes Luft im System. Aber woher kommt diese Luft ständig?

Um dies zu verdeutlichen, stellen wir uns ein Kochtopf mit Wasser vor. Wenn wir Wasser im Topf aufkochen lassen fängt das Wasser an zu brodeln und vom Boden des Topfes steigen die Luftblasen auf, welches der gelöste Sauerstoff des Trinkwassers ist. Das gleiche System spiegelt sich in der Heizungsanlage wider.  

In dem Abgaswärmetauscher herrschen so hohe Temperaturen vor, dass der Luftsauerstoff ausgelöst und ausgeschwemmt wird. Das Heizungswasser gast aber nicht nur aus, über Verschraubungen und Gewinde kann zusätzlich kleine Mengen an Luft in die Anlage eingezogen werden. Dadurch entstehen Mikroblasen, die in der gesamten Heizungsanlage wiederzufinden sind.

Diese Mikroblasen lassen sich nicht auf gewöhnliche Art aus der geschlossenen Anlage entfernen. Denn sie werden stets von der Heizungsumwälzpumpe im Wasser mitgerissen und bleiben im Heizsystem.

Luft- und Mikroblasen in der Heizungsanlage haben drei wesentliche Nachteile:

  • Korrosion
    In der Heizungsanlage befinden sich Sauerstoff, Wasser und Stahlbauteile, welche korrodieren und einen großen Schaden anrichten können.
  • Geräuschbildung
    Besonders am sehr engen Thermostatventil können durch die schnelle Fließgeschwindigkeit nervige Geräusche entstehen.
  • Effizienzeinbußen
    Luft ist ein sehr guter Isolator, der in der Heizungsanlage aber zum Nachteil wird. Er verhindert, dass die Wärme von dem Abgaswärmetauscher in der Heizungsanlage vernünftig an das Wasser übertragen wird. Denn das Wasser hat eine bessere Wärmespeicherkapazität als Luft und daher hat diese in unserem Heizsystem als Wärmeübertragungsmedium nichts zu suchen.

Wie entfernen wir die Mikroblasen aus der Heizung?

Ein wirksames Gegenmittel für Mikroblasen im Heizsystem bieten Mikroblasenabscheider. Das Heizungswasser läuft in den Mikroblasenabscheider herein, der größer, als das Rohr ist. Dadurch erhält das Heizungswasser die Möglichkeit zu expandieren, die Gasblasen können abgeschieden werden, sammeln sich und steigen nach oben. Wenn sich genug Luft gesammelt hat, wird diese durch ein Ventil abgelassen.

Hydraulischer Abgleich

Mit einem hydraulischen Abgleich der Heizung Energie sparen

Wenn sich die einzelnen Heizkörper trotz gleicher Einstellung der Heizkörperthermostate unterschiedlich stark erwärmen, kann ein hydraulischer Abgleich Abhilfe schaffen. Besitzer einer Heizungsanlage sollten sich über diese Optimierungsmaßnahme Gedanken machen, denn es ist eine lohnende Investition. Aber wie können Verbraucher dabei profitieren?

Worum geht es bei dieser effizienten Art, Heizkosten zu sparen und Energie für Heizwärme und zur Warmwasseraufbereitung effektiv zu nutzen? Mit der Kamera haben wir einen kompletten Abgleich begleitet. Wir zeigen was wir machen, wie wir den Abgleich berechnen und erklären das Ergebnis.

Inhalt

Welche Daten werden für einen hydraulischen Abgleich benötigt?

Um einen hydraulischen Abgleich professionell durchzuführen, sollte ein Fachhandwerker beauftragt werden. Dabei werden zuerst alle Räume und Heizkörper ausgemessen, um eine Raumheizlast zu bestimmen. Informationen wie Raumgröße, Außenwandflächen, Anzahl und Art der Fenster bilden die Grundlage der Berechnung. Außerdem sind der Typ und die Größe der aktuell verbauten Heizkörper wichtig, denn diese müssen die Wärmeverluste, die der Raum nach Außen hat, nachheizen. Diese Daten werden anschließend am Computer in einer speziellen Software eingetragen und eine vereinfachte Heizlastberechnung durchgeführt. Danach kann bestimmt werden, wie viel Heizungswasser durch jeden Heizkörper fliest, um anschließend das System zu optimieren. Aus dem angezeigten Schaubild wird eine Liste mit den einzelnen Positionen der Heizkörper erstellt, welche die Grundlage für die Einstellung der voreinstellbaren Ventile ist.

Voreinstellung der Heizkörperventile

Unter dem Thermostatkopf befindet sich der Ventileinsatz. Die voreinstellbaren Ventile können im Querschnitt reduziert werden, wodurch der Wasserdurchfluss im Heizkörper reguliert werden kann. Alle Ventile werden nach der Berechnung auf die jeweiligen optimierten Rauminformationen eingestellt. Es läuft im Anschluss also nur so viel Heizungswasser durch den Heizkörper, wie an Wärmeenergie für den Raum benötigt wird. Anschließend muss das Heizgerät noch auf die Heizungsanlage angepasst werden. Durch die optimale Einstellung von Förderhöhe und Fördermenge der Pumpe sowie der Heizungsteillast wird gewährleistet, dass das Heizwasser gleichmäßig durch die gesamte Heizungsanlage fließen kann.

Was bedeutet das nun für den Verbraucher?

Durch die gleichbleibende gewünschte Temperatur in allen Räumen erhöht sich der Wohnkomfort deutlich. Außerdem können Heizungsanlagenbesitzer dank des effizienten Strömungsverhalten des Heizwassers, Energie sparen, da die Systemtemperatur reduziert wird. Neben der umweltschonenden Wirkung lohnt sich dies aufgrund der Verringerung von laufenden Kosten langfristig gesehen auch finanziell. Die Heizsystemoptimierung muss immer individuell betrachtet werden, in unserem Videobeispiel konnten wir durch den hydraulischen Abgleich für das gesamte Gebäude die Systemtemperatur um 10 Grad Celsius absenken. Nur so kann sichergestellt werden, dass moderne Brennwertheizsysteme ihr volles Potenzial ausnutzen. Denn diese Art von Anlagen erreichen ihren möglichen Nutzungsgrad erst wenn eine niedrige Rücklauftemperatur von unter 56 °C sichergestellt wird.

Mit einem hydraulisch abgeglichenen Heizsystem lassen sich 10 – 15 % Energie einsparen gegenüber nicht abgeglichenen Heizungsanlagen.

Quelle: OPTIMUS-Studie der Ostfalia Hochschule

Kosten und Amortisation

Der Aufwand für einen hydraulischen Abgleich ist überschaubar. Meist wird das vereinfachte Verfahren angewendet. Mit diesem lässt sich mit relativ wenig Aufwand ein Abgleich der Heizungsanlage berechnen. Im Ergebnis kann auf diese Art etwa 80 % der möglichen Effizienz eines Systems erreicht werden. Dafür stehen Aufwand, Kosten sowie Nutzen und Amortisation in einem guten Verhältnis.

In einem Durchschnittlichen Einfamilienhaus amortisiert sich ein hydraulischer Abgleich der Heizungsanlage bereits nach 5 – 6 Jahren

Förderung eines hydraulischen Abgleich

Die nachträgliche Durchführung eines hydraulischen Abgleich wird gefördert. Im Rahmen einer Heizungsoptimierung werden 20 % der Investitionssumme als Zuschuss vom BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) gefördert. Im Rahmen des Programm: Bundesförderung Energieeffizienter Gebäude kann jeder Hausbesitzer die Zuschüsse beantragen.

Schlammabscheider in Heizungsanlagen

Magnetitschlamm sorgt für Schäden in der Heizung

Sogenannte Magnetit-Spuren in der gesamten Heizungsanlage sorgen immer häufiger dafür, dass moderne Pumpen oder Heizgeräte einem schnelleren Verschleiß unterliegen als dem Betreiber lieb ist.

Durch die einfache Nachrüstung eines Schlammabscheiders an eine Heizungsanlage, lassen sich das Gefährliche Magnetit sowie weitere Ablagerungen im System herausfiltern und im Rahmen unserer jährlichen Heizungswartung ausspülen.

Wie kommt es zur Magnetitbildung?

Magnetit löst sich vom Eisen und bildet eine Schutzschicht und dadurch wird das Eisen geschützt. Es bildet sich die „bekannte“ schwarze Brühe in Stahlrohrsystemen. Aber auch nur eine Graugusspumpe in einen ansonsten aus korrosionsgeschützen Material gebauten Anlage (z. B. mit Systemtrennung) führt zu Magnetitbildung. Wenn Magnetit schützt, wieso schadet es dann der Heizung?

Welche Folgeschäden von Magnetitbildung gibt es?

•  Der Magnetitschlamm setzt sich auf Rädern von Wärmezählern fest und blockiert oder setzt die Laufräder der Wärmezähler fest. Die Wärmemengenzählung ist daher ungenau oder funktioniert gar nicht.
•  Die Schmutzfänger (Filter), die in der Heizung oder vor Wärmezählern eingebaut sind, setzen sich durch den Magnetitschlamm dicht und der Volumenstrom wird kleiner. Der Schmutzfänger muss daher oft gereinigt werden und erhöht die Betriebs- und Servicekosten.
•  Die zugeführte Energie kann vom Heizkörper nicht optimal abgegeben werden, da der Magnetitschlamm eine Schicht bildet, die die Wärmeabgabe vermindert.
•  Der Magnetitschlamm behindert im Wärmeerzeuger (z.B. Wärmetauscher, Kessel) die Wärmeübergabe und die zugeführte Energie kann nicht verwertet werden.
•  In Fußbodenheizungen bildet der Magnetitschlamm eine Schicht an den Rohrwandungen, die dazu führt, dass die Wärmeübergabe verringert wird und dadurch die Systemtemperatur erhöht werden muss. Eine extreme Erscheinung ist, dass wenig oder kein Heizungswasser mehr durchgeht.
•  Bei Wand- und Fußbodenheizungen mit Kapillarrohrsystemen ist das Problem mit Magnetitschlamm meistens noch größer, da der Rohrdurchmesser klein ist und dadurch ein „Heizungsinfakt“ schneller vorkommen kann. Solche Anlagen müssen dann oft mit einer Systemtrennung betrieben werden, wenn das Wasser nicht richtig behandelt wurde.
•  Funktionsstörungen bei Thermostatventilen, da der Magnetitschlamm die Ventildichtung belegt und der Ventilsitz festklebt. Messing und Kupfer wirken wie Magnete.

Heizungswartung

Wartung des Heizkessels – Gepflegt lebt länger

Der Heizkessel eines Hauses ist ein Schwerstarbeiter. Setzt man seine Betriebszeiten mit denen eines Autos gleich, ist er ein Langstreckenfahrzeug. Denn so betrachtet, kommt der Kessel auf eine Laufleistung von rund 135.000 km im Jahr. Bei einem Auto sieht man eine Wartung nach einer solchen Strecke als selbstverständlich, ja als längst überfällig an. Bezogen auf den Heizkessel ist das oft anders. Solange es noch warm wird, wird auch die Notwendigkeit einer Kesselwartung nicht gesehen.

Diese Notwendigkeit nicht zu sehen bedeutet aber nicht, dass sie nicht vorhanden ist. Jede Verbrennung verursacht Rückstände. Die Rückstände lagern sich auf den Flächen ab, über die Wärme von der Flamme des Heizkesselbrenners auf das Heizwasser übergehen soll. Schon eine Schicht mit nur einem Millimeter Dicke verschlechtert die Wärmenutzung um rund sechs Prozent. Mit anderen Worten: Hier wird das Geld quasi verbrannt. Und das schadet nicht nur dem eigenen Geldbeutel, sondern auch der Umwelt. Schließlich ist viel mehr Brennstoff nötig, um die benötigte  Wärme zu erzeugen.

So gesehen macht sich jede Wartung durch einen Meisterbetrieb der Innung für Sanitär- und Heizungstechnik bezahlt. Mehr noch: Der Profi reinigt den Kessel nicht nur und sorgt so für optimale Energieausnutzung; er erkennt auch einen Verschleiß an Bauteilen rechtzeitig und verhindert, dass aus einer Lappalie ein größerer Schaden wird. Mit dem Warten sollte man also nie zu lange warten.

Neben einer gründlichen Reinigung des Heizkessels werden bei der Wartung auch alle wichtigen Anlagenkomponenten überprüft.

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