Die 5 wichtigsten Fakten über eine Wärmepumpe

Beim Hausbau oder einem notwendigen Austausch einer defekten Heizungsanlage ist die Neuwahl eine wichtige Entscheidung, die gut überlegt werden sollte. Denn durch eine Installation einer effizienten und auf das Gebäude abgestimmten Heizungsanlage können langfristig erhebliche Mehrkosten eingespart werden.

Neben den traditionellen mit Öl oder Gas betriebenen Heizsystemen, werden in Neubauten vorzugsweise umweltfreundliche Wärmepumpenanlagen eingebaut, aber auch im Gebäudebestand lässt sich so eine Heizung sehr gut einsetzen. Allerdings gibt es einige Unterschiede zu den konventionellen Heizungsanlagen. Worauf sollte geachtet werden und welche wichtigsten Unterscheidungsmerkmale einer modernen Wärmepumpenheizungsanlage gibt es zu einer konventionellen Heizungsanlage?

Wir haben die 5 bedeutendsten Fakten einer Wärmepumpenanlage zusammengefasst

Vorlauftemperatur

Im Neubau wird bevorzugt mit einer Fußbodenheizung gearbeitet, bei der man niedrige Vorlauftemperaturen hat. Währenddessen befinden sich im Gebäudebestand noch sehr oft Heizkörper, die mit einer wesentlich höhere Vorlauftemperatur bis zu 70 Grad Celsius beschickt werden müssen, um die Räume aufzuheizen. Bei diesen hohen Temperaturen ist der Betrieb einer Wärmepumpe nicht mehr wirtschaftlich. Der Kältekreislauf muss über den Verdichter sehr viel elektrische Energie aufbringen, um die Differenz der Umweltenergie und des hohen geforderten Temperaturniveaus aufzubringen. Hierbei kann es sinnvoll sein, als Spitzenlastgerät ein Gasbrennwertgerät zusätzlich zu betreiben und alternativ kann das ganze Heizsystem auf eine insgesamt niedrigere Vorlauftemperatur ausgelegt werden. Ein grober Richtwert ist 50 Grad Celsius Vorlauftemperatur, ab der eine Neuinstallation einer Wärmepumpe sinnvoll sein kann.

Bei zu hohen Vorlauftemperaturen ist der Betrieb einer Wärmepumpe nicht mehr wirtschaftlich.

Estrichtrocknung

Durch eine Estrichverlegung gelangt sehr viel Feuchtigkeit ins Gebäude. Die durch die Wärmepumpe gesteuerte Fußbodenheizung muss die notwendige Wärmeenergie aufbringen, um die Feuchtigkeit auszuheizen.  Oft steht der Wärmepumpe nicht genug Leistung zur Verfügung, um diese Energie aufzuwenden, deswegen benötigt man einen zweiten Wärmeerzeuger. In der Wärmepumpe befindet sich ein Elektroheizstab, der zusätzlich genutzt werden kann. Jedoch sollte beachtet werden, dass eine Erdsondenbohrung für eine Estrichtrocknung nicht geeignet ist, da es zu Schäden an der Erdsonde führen kann.

Die Leistung reicht nicht aus für die Estrichtrocknung.

Lebensdauer

Die Lebenserwartung einer Gasheizung als Wandgerät beträgt circa 15 – 20 Jahre, bei einem Standheizkessel kann von 20 – 25 Jahren ausgegangen werden und bei einer Wärmepumpe sind es ungefähr 20 – 30 Jahre. Der richtige Betrieb der Wärmepumpenanlage ist ein wichtiger Faktor für dessen Lebensdauer, denn ständige Ein- und Ausschaltvorgänge sorgen zu einem frühzeitigen Ausfall des Verdichters, welcher das wesentliche und teuerste Bauteil einer Wärmepumpe ist. Dies passiert, wenn die Heizungsanlage nicht perfekt an das Gebäude angepasst ist und die Reparatur ist dann meistens sehr kostspielig und bedeutet oft den Tod der Anlage.

Wenn die Anlage „taktet“ verringert sich die Lebensdauer einer Wärmepumpe stark.

Warmwasserbereitung

Eine Wärmepumpe hat wesentlich weniger Heizleistung, als zum Beispiel ein Gasgerät. Wenn in einem Neubau eine Wärmepumpe mit 5 kW betrieben wird, reicht die Energie nicht aus, um den Warmwasserspeicher schnell aufzuheizen. Wenn ein Speichervolumen von 200 Liter Warmwasser vorhanden ist und die Badewanne befüllt, dauert es danach sehr lange, bis Warmwasser wieder zur Verfügung steht.

Die Warmwasserversorgung erfordert besondere Aufmerksamkeit bei der Planung.

Laufzeit

So kennt man es von früher: Heizungsanlagen waren an, haben ihre Temperatur schnell erreicht, sind ausgegangen und kurze Zeit später sind sie wieder angegangen. Dieses ständige Hin- und Herschalten ist bei einer Wärmepumpe zu vermeiden, da sich dadurch die Lebensdauer verkürzt. Wenn die Wärmepumpe gut auf das Gebäude eingestellt ist, laufen sie mehrere Stunden durch. Zu beachten ist außerdem, dass die Energieversorger eine Versorgungssperre von circa 1-2 Stunden täglich eingerichtet haben, um die Stromnetze zu entlasten. Während dieser Zeit wird die Stromzufuhr zur Wärmepumpe unterbrochen und es steht weniger Zeit zur Verfügung, die benötigte Wärme zu produzieren.

Wenn die Wärmepumpe gut auf das Gebäude eingestellt ist, laufen sie mehrere Stunden durch.

5 Fakten zu Wärmepumpen
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